SECTION 37

rot: Zählrichtung der Grabreihen · schwarz: Zählrichtung der Grabnummern

#37 – 1 – 1 (Siebold)


Antonie v. Siebold
geb. Noeldechen
geb. ¿ Septbr. 18¿
Berlin
gest. 1. August 1896
München
¿
C. Th. v. Siebold
geb. XVI. Feb. ¿
Würzburg
gest. VII. Apr. MDCCCLXXXV
München
Offenb. ¿
¿


  • Siebold, Antonie von (vh) / Noeldechen (gb); 2.9.1813 (Berlin) – 1.8.1896 (München)
  • Siebold, Karl Theodor Ernst von, Dr. med.; 16.2.1804 (Würzburg) – 7.4.1885 (München); Physiologe und Zoologe

Todesanzeige für Dr. med. Karl Theodor Ernst von Siebold. † 7. April 1885.

Grab der Familie Siebold auf dem Alten Südfriedhof München (März 2021)

Grab der Familie Siebold auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2007)

#Dr. med. Karl Theodor Ernst von Siebold

* 16.2.1804 (Würzburg)
† 7.4.1885 (München)
Physiologe und Zoologe

#Der Zoologische Garten (5.1885)

Todes-Anzeige.

Am 7. April starb zu München

Prof. Carl Th. E. von Siebold.

Er war am 16. Februar 1804 in Würzburg geboren, studierte zunächst Medizin und war als Arzt in Heilsberg, Königsberg und Danzig thätig. 1840 übernahm er in Erlangen eine Professur für vergleichende Anatomie, Zoologie und Tierheilkunde. 1845 ging er an die Universität Freiburg, 1850 nach Breslau und 1853 nach München. Zahlreiche Arbeiten auf dem Gebiete der Zoologie trugen zur Entwicklung dieser Wissenschaft nicht wenig bei und sichern ihm einen ehrenvollen Platz in deren Geschichte. Von besonderer Bedeutung waren sein »Lehrbuch der vergleichenden Anatomie der wirbellosen Tiere«, seine Arbeiten über die »Parthenogenesis«, über »Band- und Blasenwürmer.« Die »Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie«, die er 1849 mit A. von Kölliker gründete und die mehr und mehr zu einem der bedeutendsten Organe heranwuchs, führte er bis zum Jahre 1874. Er war ein freundlicher Förderer der Studierenden und ein tüchtiger Direktor des Zoologischen Museums in München.

N.

Der Zoologische Garten No. 5. Zeitschrift für Beobachtung, Pflege und Zucht der Tiere. Frankfurt; Mai, 1885.

#Allgemeine Deutsche Biographie (1892)

Siebold: Karl Theodor Ernst v. S., zweiter Sohn des Adam Elias v. S. (S. 183), wurde am 16. Febr. 1804 in Würzburg geboren. Bei der Uebersiedelung seines Vaters nach Berlin im Jahre 1816 trat er in die Quarta des Gymnasiums zum grauen Kloster ein und blieb auf diesem Gymnasium bis zu Michaelis 1823, wo er zur Universität überging. Schon in Würzburg hatte er, wahrscheinlich durch den Verkehr im Hause des Anatomen Ignaz Döllinger, dessen anatomische Präparate wirbelloser Thiere ihn sehr fesselten, die Zoologie lieb gewonnen und als Gymnasiast in Berlin sammelte er zwar vorwiegend Schmetterlinge, brachte aber auch Schnecken, Tritonen wie andere Süßwasserbewohner heim, um sie im Aquarium zu züchten und ihre Lebensweise zu beobachten. Von 1823–1828 studirte er in Berlin und Göttingen Medicin. In Göttingen zog ihn besonders Blumenbach an. Nach beendigten Studien absolvirte er auch die Physikatsprüfung und wurde 1831 Kreisphysikus in Heilsberg, wohin er seine Braut, eine geborene Noeldechen als Gattin mit sich nahm. 1834 auf seinen Wunsch als Physikus nach Königsberg versetzt, erhielt er schon im Herbst desselben Jahres die Direction der Hebammenschule in Danzig, »um, wie er im späteren Leben oft scherzweise sagte, bequem seinen zoologischen Studien in der Ostsee nachgehen zu können«. Während seines Aufenthaltes in Ost- und Westpreußen hat S. etwa vierzig größere und kleinere zoologische Abhandlungen verfaßt und einige der in ihnen dargestellten Untersuchungen, z. B. die Entwicklungsgeschichte der Ohrenqualle und der Saugwürmer gehören zu den wichtigsten Entdeckungen der damaligen Zeit. Deshalb brachte ihn C. v. Baer bei seinem Abgange von Königsberg nach Petersburg für die durch ihn frei gewordene Professur mit in Vorschlag. Allein Rathke wurde statt seiner nach Königsberg berufen. Dagegen ist es wohl dem Einfluße Alexander v. Humboldt's, der 1835 während der Naturforscherversammlung in Danzig bei Siebold wohnte und dem er die von ihm neu entdeckten höchst merkwürdigen Jugendformen der Ostsee-Meduse zeigte, zu danken, daß C. Th. v. S. 1840 für die durch Rudolph Wagner's Abgang von Erlangen frei werdende Professur der Zoologie, vergleichenden Anatomie und Veterinärwissenschaft berufen wurde. 1845 wurde er dann nach Freiburg i. B., 1850 als Nachfolger des Physiologen Purkinje nach Breslau und 1853 endlich nach München berufen. In Freiburg schon hatte er auch die Physiologie übernommen. In München war er zunächst nur Physiologe und vergleichender Anatom, dann las er zwei Jahre menschliche Anatomie (1853–55), gab aber nach Bischoff's Berufung die Physiologie und menschliche Anatomie auf und las nur die vergleichende Anatomie. Zugleich trat er in die philosophische Facultät ein, in der er Conservator der zoologischen Staatssammlung wurde und von neuem Zoologie lehrte (1855). S. besaß einen merkwürdigen Blick für das Gesetzmäßige; das Wesen seiner Forschungen hat R. Hertwig als »geistvolle Naturbetrachtung bezeichnet, wobei er sich aber nicht bloß mit der klaren Auffassung und Darstellung der Thatsachen begnügt, sondern auch bemüht habe, die Einzelbefunde zum Ganzen der Wissenschaft in Beziehung zu setzen und durch vorurtheilsfreie Beurtheilung derselben wichtige allgemeine Resultate zu erzielen«. In Erlangen schrieb er ein Lehrbuch der vergleichenden Anatomie. In den Ruhm, die Geheimnisse des Bienenstaates aufgeklärt zu haben, theilt sich Siebold mit Dzierzon und Leuckart; er hat aber stets anerkannt, wie besonders die Genialität Dzierzon's der Forschung die richtigen Bahnen eröffnet habe. – Zur Zeit seines rüstigen Schaffens gehörte er zu den beliebtesten Lehrern der Münchener Universität. Schon an der Schwelle des Greisenalters stehend, als Darwin's Schriften die gewaltige Umwälzung aller bisherigen Anschauungen in der Zoologie hervorriefen, arbeitete er sich noch voll und ganz in den neuen Ideenkreis ein und entschied sich schließlich mit aller Bestimmtheit für die Descendenztheorie. Von uneigennützigster Wahrheitsliebe, von eisernem Fleiß bei heiterer Geistesstimmung und gesunder Constitution war S. in seinem Schaffen unermüdlich. Als seine wichtigsten Werke sind zu nennen: »Die vergleichende Anatomie der wirbellosen Thiere«, (1848), welche in's Englische und Französische übertragen wurde, ferner: »Die Süßwasserfische Mitteleuropa's« (1863), dann seine «Untersuchungen über die Naturgeschichte und Entwicklung der Eingeweidewürmer« (1854). Die meiste Arbeitszeit seines Lebens hat er aber auf die Erforschung der Parthenogenesis (München 1862) verwandt, und man kann S. mit vollem Recht als den wissenschaftlichen Begründer dieser Lehre bezeichnen. – Endlich hat er mit Kölliker zusammen die Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie gegründet.

Wie sein Bruder Eduard war auch er ein großer Freund von Musik und machte sein Haus zu einem Sammelpunkt befreundeter Gelehrter und Künstler der verschiedensten Berufszweige. Nach längerem Siechthum unterlag er am 7. April 1885.

Chronik der Ludwig Maximilians-Universität. München 1884/85. – R. Hertwig, Denkrede auf K. Th. E. v. Siebold in der Münchener Akademie der Wissenschaften am 25. März 1886. – Seitz, in Gurlt-Hirsch, Biographisches Lexikon. V, 393.

F. Winckel.

Franz von Winckel: Allgemeine Deutsche Biographie. Leipzig, 1892.

#Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Siebold Karl Theodor Ernst, von, Dr. med., 1804 (Würzburg) – 1885, Mediziner, Zoologe und Universitätsprofessor; S. studierte in Göttingen und Berlin und wurde 1831 Kreisphysikus in Heilsberg in Ostpreußen, 1835 Direktor der Hebammen- und Entbindungsanstalt in Danzig, wo er 1839 auch das Stadtphysikat übernahm, 1840 wurde er Professor der Physiologie und vergleichenden Anatomie in Erlangen, 1845 in Freiburg i. Br., 1850 in Breslau; zur Gründung eines Physiologischen Instituts wurde S. 1853 nach München berufen, wo er Professor der Physiologie, der vergleichenden Anatomie und später der Zoologie, Direktor des Zoologisch-zootomischen Kabinetts und Mitglied der BAkdW wurde; er veröffentlichte ein Lehrbuch der vergleichenden Anatomie der wirbellosen Tiere, »Über die Band- und Blasenwürmer«, »Wahre Parthenogenesis bei Schmetterlingen und Bienen«, »Beiträge zur Parthenogenesis der Anthropoden«, worin er nachwies, daß auch aus unfruchtbaren Eiern sich Tiere entwickeln können, »Die Süßwasserfische von Mitteleuropa« und begründete mit Kölliker 1849 die »Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie«; S. hat sich namhafte Verdienste um die Fortbildung der Naturwissenschaften erworben, weil er vorzugsweise den inneren Bau, die Lebens- und Fortpflanzungsgeschichte der niederen Tiere aufklärte.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

#37 – 1 – 3 (Zettler)


Hier ruht
Albert Zettler
gest. den 14. Feb. 1872, im 17. Lebensjahre.
Fr. Maria Zettler
Melbersgattin, gest. den 12. März 1876, im 45. Lebensjahre.
Herr Alois Zettler,
Privatier gest. den 19. Okt. 1889, im 66. Lebensjahre.
Frau Wilhelmine Zettler,
geb. 17.I.1861 – gest. 19.VII.1929.
geb. Schmid
Herr Alois Zettler
Ingenieur
geb. 9.10.1854 – gest. 9.10.1942.


  • Zettler, Albert; – 14.2.1872 (München), 16 Jahre alt; Industrieschüler
  • Zettler, Alois; – 19.10.1889 (München), 59 Jahre alt; Privatier, ehemaliger Melber
  • Zettler, Alois; 9.10.1854 (München) – 9.10.1942 (München); Ingenieur
  • Zettler, Franz, Prof. [in memoriam]; 11.2.1865 – 23.10.1949; Glasmaler
  • Zettler, Marie (vh); – 12.3.1876; Melbers-Gattin
  • Zettler, Wilhelmine (vh) / Schmid (gb); 17.1.1861 – 19.7.1929

Todesanzeige für Alois Zettler

Grab der Familie Zettler auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2007)

Grab der Familie Zettler auf dem Alten Südfriedhof München (Januar 2021)

#37 – 1 – 5* (Zacherl)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Zacherl, Max; – 15.7.1887 (München), 69 Jahre alt; Magister der Chirurgie

Todesanzeige für Max Zacherl

Todesanzeige für Max Zacherl

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 1 – 6* (Geibel)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Geibel, Amanda Luise von (vh) / Trummer (gb); 15.8.1834 (Lübeck) – 21.11.1855 (München); Professors-Gattin

Todesanzeige für Amanda Luise Geibel

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 1 – 10 (n. n.)


(Mai 2018)

#37 – 1 – 12 (Welsch)


Hier ruht in Gott
mein theurer Gatte
der kgl.
Oberlandesgerichtsrath a. D.
Herr Otto Welsch,
geb. 22. Nov. 1822, gest. 26. Mai 1898.


  • Welsch, Otto; 22.11.1822 – 26.5.1898; Königlicher Oberlandesgerichtsrat a. D.

Grab der Familie Welsch auf dem Alten Südfriedhof München (Februar 2014)

#37 – 1 – 17 (n. n.)


(März 2021)

#37 – 1 – 18·19 (Könitz)


Henriette Freifrau von Könitz
geb. von Kerstorf
geb. 11. Dez. 1807, gest. 19. Aug. 1854.
Alexander Freiherr von Könitz
kgl. Kämmerer u. Oberst a. D.
geb. 29. Januar 1790, gest. 21. Juli 1859.
Albert Freiherr von Könitz
K. B. Kämmerer und General der Kavallerie
geb. 4. September 1842, gest. 19. März 1925.
Johanna Freifrau von Könitz
geb. Gräfin Verri della Bosia
geb. 12. Juli 1857, gest. 29. Mai 1942.

Linke Seite
A. Aufleger.

Rechte Seite
Julie v. Könitz, geb. 17. Oct. 1827, gest. 11. März 1829.
Carl v. Könitz, geb. 2. Juli 1831, gest. 18. Oct. 1835.


  • Könitz, Albert Freiherr von; 4.9.1842 (Augsburg) – 19.3.1925 (München); General
  • Könitz, Alexander Freiherr von; 29.1.1790 – 21.7.1859 (München); Königlicher Kämmerer und Oberst a. D.
  • Könitz, Henriette Freifrau von (vh) / Kerstorf, von (gb); 11.12.1807 – 19.8.1854 (München); Oberstleutnants-Gattin
  • Könitz, Johanna Freifrau von (vh) / Verra della Bosia, Gräfin (gb); 12.7.1857 – 29.5.1942
  • Könitz, Julie von; 17.10.1827 – 11.3.1829
  • Könitz, Karl von; 2.7.1831 – 18.10.1835

Grab der Familie Könitz auf dem Alten Südfriedhof München (November 2014)

#37 – 1 – 20·21 (Haeutle · Lesch · Marold)


FAMILIENGRAB

Hier ruhen:
Dr. jur. Christian Haeutle,
kgl. Reichsarchivrath,
geb. 26. Mai 1826, gest. 22. Aug. 1893.
Dessen Gattin
Hildegard Haeutle, geb. Marold,
geb. 2. Febr. 1829, gest. 13. Nov. 1892.
Pauline Lesch, geb. Marold
geb. 5. April 1837, gest. 10. Januar 1906.
Herr Georg Lesch,
Privatier,
geb. 21. Juli 1837, gest. 18. Dez. 1917.
Im hohen Alter nahm Dich Gott zu sich
Daß Du in Jugend blühst dort ewiglich

Tafel Links
Chr. Haeutle
Verwalter des städt.
Holz & Kohlenhofes
* 9.III.1853 – 23.X.1913 †


  • Haeutle, Chr.; 9.3.1853 – 23.10.1913; Verwalter des städtischen Holz- und Kohlenhofes
  • Haeutle, Christian, Dr. jur.; 26.5.1826 (Affing, Lkr. Aichach/Obb.) – 21.8.1893 (München); Königlicher Reicharchivrat und Historiker
  • Haeutle, Hildegard (vh) / Marold (gb); 2.2.1829 – 13.11.1892
  • Lesch, Georg; 21.7.1837 – 18.12.1917; Privatier
  • Lesch, Pauline (vh) / Marold (gb); 5.4.1837 – 10.1.1906
  • Marold, Karl Jakob ; – 18.8.1854 (München); Hoflampenfabrikant

Grab der Familien Haeutle · Lesch · Marold auf dem Alten Südfriedhof München (Februar 2008)

#Dr. jur. Christian Haeutle

* 26.5.1826 (Affing, Ökr. Aichach/Obb.)
† 21.8.1893 (München)
Königlicher Reicharchivrat und Historiker

#Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Haeutle Christian, Dr. jur., 1826 (Affing, Lkr. Aichach/Obb.) – 1893, Historiker und königlicher Reichsarchivrat; Sohn eines Patrimonialrichters, studierte H. auf der Münchner Universität Rechte und Geschichte und trat 1851 in den bayerischen Archivdienst ein; nach Verwendung im damaligen Kreisarchiv Bamberg kam er 1877 an das Allgemeine Reichsarchiv in München; seit der Mitte der fünfziger Jahre war H. mit der Herausgabe der »Genealogie des erlauchten Stammhauses Wittelsbach« unermüdlich beschäftigt; diese Festgabe zum 800jährigen Wirken des bayerischen Herrscherhauses bildet auch heute noch ein wichtiges Nachschlagwerk, in dem sämtliche Linien dieser weitverzweigten Dynastie erfaßt sind.

Andere Werke: Kleine Hilfsmittel beim Studium der Bayerischen Geschichte, Beiträge zur Landes-, Fürsten- und Kultur-Geschichte der deutschen Staaten mit besonderer Rücksicht auf Bayern-Pfalz und auf das Haus Wittelsbach; H. hat gewissenhaft ein Tagebuch geschrieben, aus dem sein Lebenslauf genau verfolgt werden kann, besonders hervorzuheben sind dabei seine Kindheits- und Jugenderinnerungen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

#37 – 1 – 22·23 (Kronenbitter)


FRAU MARIE KRONENBITTER
GEB. HUTTER
* 20. NOV. 1816 † 24. JULI 1887.
HERR GEORG KRONENBITTER
PRIVATIER. EHEMAL. SATTLERMEISTER
* 16. APRIL 1816 † 8. MAI 1888
HERR JOH. BAPT. KRONENBITTER
TAPEZIERERMEISTER
* 1. FEBRUAR 1855. † 21. DEZEMBER 1924
FRAU MARIA KRONENBITTER
GEB. BUCHNER
* 25. MÄRZ 1872. † 11. JUNI 1938.

R. I. P.


  • Kronenbitter, Alois; 2.5.1819 (München-Neuhausen) – 30.6.1883 (München); Goldschmied
  • Kronenbitter, Georg; 16.4.1816 – 8.5.1888; Privatier, ehemaliger Sattlermeister
  • Kronenbitter, Joh. Bapt.; 1.2.1855 – 21.12.1924; Tapezierermeister
  • Kronenbitter, Maria (vh) / Buchner (gb); 25.3.1872 – 11.6.1938
  • Kronenbitter, Marie (vh) / Hutter (gb); 20.11.1816 – 24.7.1887

Grab der Familie Kronenbitter auf dem Alten Südfriedhof München (Januar 2014)

#37 – 2 – 1 (Schindler)


A. Schindler'sche Grabstaette.

Hier ruhet in Gott
Frau
Theresia Schindler
Fleischführersgattin
geboren den 6. Januar 1851
gestorben den 28. Dezember 1895.
Unser lieber Gatte & Vater
Herr Alois Schindler
Privatier
geb. 17. Juni 1853. gest. 12. Februar 1919.
Frau Margarete Schindler
geb. 19. Juli 1853, gest. 7. Novb. 1942.

A. Aufleger.

Rechte Seite
A. Weigel.


  • Schindler, Alois; 17.6.1853 – 12.2.1919; Privatier
  • Schindler, Margarete (vh); 19.7.1863 – 7.11.1942
  • Schindler, Theresia (vh); 6.1.1851 – 28.12.1895; Fleischführers-Gattin

Grab der Familie Schindler auf dem Alten Südfriedhof München (März 2021)

Grab der Familie Schindler auf dem Alten Südfriedhof München (Dezember 2017)

#37 – 2 – 3 (Gerdeissen · Krauss)


Hier ruht in Gott
unser theuerer Gatte und Vater,
Herr Johann Krauss
Bildhauer,
geb. den 11. September 1829,
gest. den 14. Februar 1887.
Seine Gattin, unsere liebe Mutter
Frau Anna Krauss
geb. Eberl,
geb. 21. Aug. 1834, gest. 25. Juli 1906.

Ruhe in Frieden.

Sockel-Tafel
Michael Gerdeissen
geb. 4. Okt. 1861, gest. 25. Dez. 1928.
Frieda Gerdeissen
geb. 5.6.1867, gest. 9.12.1937
Herr Dr. Ferdinand Gerdeissen
geb. 7. Okt. 1859, gest. 14. Nov. 1933.

Linke Seite
Zwisler & Baumeister


  • Gerdeissen, Ferdinand, Dr.; 7.10.1859 – 14.11.1933
  • Gerdeissen, Frieda; 5.6.1867 – 9.12.1927
  • Gerdeissen, Michael; 4.10.1861 – 25.12.1928
  • Krauss, Anna (vw) / Eberl (gb); 21.8.1834 – 25.7.1906; Bildhauers-Witwe
  • Krauss, Johann; 11.9.1829 – 14.2.1887; Bildhauer

Grab der Familien Gerdeissen · Krauss auf dem Alten Südfriedhof München (Dezember 2017)

#37 – 2 – 5 (Strobel)


Grab der Familie Strobel auf dem Alten Südfriedhof München (Dezember 2020)

#37 – 2 – 6 (n. n.)


(April 2018)

#37 – 2 – 8 (Marheineke)


Hier ruht
Frau
Luitgarde Marheineke
geb. 24. Aug. 1817.
gest. 19. Sept. 1881.
¿

Sockel
¿ Marheineke
¿

37.2.8. GEBR. PFISTER.


  • Marheineke, Luitgarde; 24.8.1817 – 19.9.1881

Grab der Familie Marheineke auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 2 – 13 (Sertorius)


Grab der Familie Sertorius auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 2 – 18 (n. n.)


(März 2021)

(März 2021)

#37 – 2 – 19·20 (n. n.)


(März 2021)

#37 – 2 – 21·22 (n. n.)


(März 2021)

#37 – 2 – 25 (n. n.)


(März 2021)

#37 – 3 – 1 (Bannwart · Dürr)


Bannwart’sche
Familien-Grabstätte.

Hier ruhet
Herr Jakob Dürr,
gest. den 25. Okt. 1860, im 45. Lebensjahre.
Crescenz Bannwart,
gest. den 9. Mai 1883, im 71. Lebensjahre.
Mein innigstgeliebter Gatte
Herr Anton Bannwart, Privatier,
geb. d. 24. Juli 1824. gest. 12. Oktbr. 1905.
Unsere liebe, treubesorgte Tante,
Frau Maria Bannwart, Privatiers-Ww.
geb. d. 8. Okt. 1834, gest. d. 17. Juni 1926.

Sockel
Ruhet in Frieden!

Rechte Seite
A. Weigel. J. ¿

Rückseite
Herr Jakob Dürr
gest. den 25. Okt. 1860, im 45. Lebensjahre
Crescenz Bannwart,
gest. den 9. Mai 1883, im 71. Lebensjahre.

Ruhet in Frieden!


  • Bannwart, Anton; 24.7.1824 – 12.10.1905; Privatier
  • Bannwart, Kreszenz; – 9.5.1883, 70 Jahre alt
  • Bannwart, Maria (vw); 8.10.1834 – 17.6.1926; Privatiers-Witwe
  • Dürr, Jakob; – 25.10.1860 (München), 44 Jahre alt; Milchmann

Grab der Familien Bannwart · Dürr auf dem Alten Südfriedhof München (März 2021)

Grab der Familien Bannwart · Dürr auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 3 – 3 (Reithmayer)


Hier ruht
Frau Maria Reithmayr
k. Buchhaltersgattin
¿ 27. Aug. 1836 gest. ¿
Mein unvergeßlicher ¿
Herr Karl Reithmayr
kgl. Buchhalter
¿ 9. Febr. 1833 gest. ¿
Ihm folgte seine zweite Frau
Leni Reithmayr
geborene Bogner
geb. 22. Juli 1837 gest. 25. Oktbr. 1914

R. I. P.


  • Reithmayr, Karl; 9.2.1833 –; Königlicher Buchhalter
  • Reithmayr, Leni (vw) / Bogner (gb); 22.7.1837 – 25.10.1914; Buchhalters-Witwe
  • Reithmayr, Maria (vh) / Ernst (gb); 27.8.1836 – 1890; Buchhalters-Gattin

Grab der Familie Reithmayr auf dem Alten Südfriedhof München (Dezember 2017)

#37 – 3 – 10 (Rössner · Sertorius)


Hier ruhen im Tode
vereint unsere Lieben:
Frl. Hedwig Sertorius
* 23. 5.1836 † 9.7.1887
Herr Max Rössner
Cellist
* 12.10.1885 † 16.6.1909
Frau Dora Rössner
Eisenbahnverwalterswitwe
* 29.7.1860 † 15.12.1926


  • Rössner, Dora (vw); 29.7.1860 – 15.12.1926; Eisenbahnverwalters-Witwe
  • Rössner, Max; 12.10.1885 – 16.6.1909; Musiker (Cello)
  • Sertorius, Hedwig; 23.5.1836 – 9.7.1887

Grab der Familien Rössner · Sertorius auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 3 – 11 (Grohmann)


HIER RUHEN
UNSER LIEBER VATER

HERR
FRIEDRICH GROHMANN
* 13.1.1861 † 9.12.1926

UNSERE
LIEBEN GESCHWISTER

ANNA GROHMANN
* 3.9.1891 † 22.7.1893

HEINRICH GROHMANN
* 29.8. 1887 † 16.8.1901


  • Grohmann, Anna; 3.9.1891 – 22.7.1893
  • Grohmann, Friedrich; 13.1.1861 – 9.12.1926
  • Grohmann, Heinrich; 29.8.1887 – 16.8.1901

Grab der Familie Grohmann auf dem Alten Südfriedhof München (April 2016)

Grab der Familie Grohmann auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2010)

Grab der Familie Grohmann auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2010)

#37 – 3 – 14 (Kellner)


Grab der Familie Kellner auf dem Alten Südfriedhof München (August 2014)

#37 – 3 – 22 (Gerngross)


Grab der Familie Gerngross auf dem Alten Südfriedhof München (März 2021)

#37 – 3 – 24 (n. n.)


(März 2021)

#37 – 3 – 25 (Steinmetz)


Familie Steinmetz

Hier ruhen in Frieden:
Herr
Christoph Steinmetz
geb. 12. August 1809 gest. 30. Juli 1881.
Ihm folgte dessen Gattin
unsere unvergessliche Mutter
Frau Marie Steinmetz
geb. Richter
geb. 19. Mai 1830 gest. 20. Januar 1896.
Herr Carl Steinmetz
Kaufmann
geb. 16. Juni 1855 gest. 24. Oktober 1919.
August Steinmetz
geb. 2. Mai 1872 gest. 31. Aug. 1925.
Friedrich Steinmetz
Oberzollamtmann a. D.
geb. 17. Okt. 18¿ gest. 20. Febr. 1931.
Dessen Gattin
Karoline, geb. Bolland
geb. 23. Febr. 18¿ gest. 27. April 1912.

Heiligensetzer


  • Steinmetz, August; 2.5.1872 – 31.8.1925
  • Steinmetz, Christoph; 12.8.1809 – 30.7.1881
  • Steinmetz, Friedrich; 17.10.18¿ – 20.2.1931; Oberzollamtmann a. D.
  • Steinmetz, Karl; 16.6.1855 – 24.10.1919; Kaufmann
  • Steinmetz, Karoline (vh) / Bolland (gb); 23.2.18¿ – 27.4.1912; Oberzollamtmanns-Gattin
  • Steinmetz, Marie (vw) / Richter (gb); 19.5.1830 – 20.1.1896

Grab der Familie Steinmetz auf dem Alten Südfriedhof München (März 2021)

#37 – 4 – 9 (Brunner)


Die Grabinschrift ist nicht erhalten


  • Brunner, Franz Xaver; – 2.2.1859 (München), 53 Jahre alt, Tod durch Selbstmord; Goldarbeitergehilfe und Photograph
  • Brunner, Hans; 2.3.1813 (München) – 28.7.1888 (München); Genremaler und Portraitmaler

Grab der Familie Brunner auf dem Alten Südfriedhof München (Januar 2014)

#Franz Xaver Brunner

† 2.2.1859 (München), 53 Jahre alt, Tod durch Selbstmord
Goldarbeitergehilfe und Photograph

#Der Volksbote für den Bürger und Landmann (4.2.1859)

Noch was!

München, 3. Februar. Vor einigen Tagen hat sich der geisteskranke Photograph Brunner im Schrammergäßchen einen Schnitt in den Hals beigebracht und ist an dieser Verwundung bald darauf gestorben.

Der Volksbote für den Bürger und Landmann No. 27. Freitag, den 4. Februar 1859.

#Hans Brunner

* 2.3.1813 (München)
† 28.7.1888 (München)
Genremaler und Portraitmaler

#Allgemeines Künstler-Lexicon (1895)

Brunner, Hans, Genre- und Portaitmaler, geb. 2. März 1813 in München, † 29. Juli 1888 das., Schüler der dortigen polytechnischen Schule und 1831 Schüler der Akademie unter Cornelius, bei dem er das Zeichnen lernte, während er sich in der Malerei durch Copiren der Bilder der Pinakothek ausbildete. Dann machte er Studienreisen im bayrischen Gebirge und in Tirol, lebte einige Zeit in Venedig, bis 1865 in Salzburg, zog nach Stuttgart und 1869 wieder nach München. Seine geschmackvoll componirten Genrebilder von ansprechendem Ausdruck der Gestalten sind z. B. Wildschützen, Lagerscene aus dem 30jährigen Kriege, Die Sage vom Untersberg bei Salzburg, Gondelfahrt (1866), Weinprobe (1869), Heimkehr von der Jagd (1873). Sehr gerühmt wurden seine Portraits meistens aus der österreichischen Aristokratie.

Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Vorbereitet von Hermann Alexander Müller. Herausgegeben von Hans Wolfgang Singer. Erster Band. Frankfurt am Main, 1895.

#37 – 4 – 10 (Sebald)


Familie Sebald.

Hier ruhet in Gott
meine unvergessliche Frau
Anna Sebald
Bäckermeistersgattin,
gestorben den 4. Februar 1894,
im 40. Lebensjahre.
Ihr folgte
meine zweite herzensgute Gattin
Frau Elise Sebald
gestorben den 20. Oktober 1912,
im 48. Lebensjahre.
Deren Gatte, mein lieber guter Pflegevater
Herr Hans Sebald
ehem. Bäckermeister,
geb. 10. Nov. 1849, gest. 1. Sept. 1927.

37.4.10. Babenstuber


  • Sebald, Anna (vh); – 4.2.1894; Bäckermeisters-Gattin
  • Sebald, Elise (vh); – 20.10.1912; Bäckermeisters-Gattin
  • Sebald, Hans; 10.11.1849 – 1.9.1927; Ehemaliger Bäckermeister

Grab der Familie Sebald auf dem Alten Südfriedhof München (Januar 2014)

#37 – 4 – 17 (n. n.)


(März 2016)

#37 – 4 – 24* (Schimon)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Schimon, Maria; – 29.1.1887 (München), 62 Jahre alt; Königliche Hofkapellsängerin

Todesanzeige für Maria Schimon

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 5 – 2 (Waldenmair)


Familien-Grab

Hier ruhet
Frau Anna Waldenmair,
Tapezierers-Gattin
gest. den 6. Mai 18¿4 ¿
Ihr folgte unser innigstgeliebter Gatte u. Vater
Herr Michael Waldenmair
Tapezierer
gest. den 2¿. August 18¿ ¿ Jahre alt
An seiner Seite schläft ¿
mein geliebtes Mütterchen
Frau Josefa Waldenmair,
geb. d. 27.VIII.1843 gest. d. ¿

Auf Wiedersehn!

Herr gib ihm die ewige Ruhe!


  • Waldenmair, Anna (vh); – 6.5.1874 (München), 33 Jahre alt; Tapezierers-Gattin
  • Waldenmair, Michael; Tapezierer
  • Waldenmair, Josefa (vw); 27.8.1843 – 23.6.1900 (München); Tapezierers-Witwe

Grab der Familie Waldenmair auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 5 – 4 (n. n.)


(April 2018)

#37 – 5 – 5 (n. n.)


(April 2018)

#37 – 5 – 21 (Stopper)


Grab der Familie Stopper auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 5 – 23 (Häutle · Jehle)


Die Grabinschrift ist nicht erhalten


  • Häutle, Therese (vw); – 1887 (München); Schokoladenfabrikantens-Witwe
  • Jehle, Therese (vh); – 1889 (München); Kaufmanns-Gattin

Grab der Familien Häutle · Jehle auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 5 – 27 (Tautphöus)


Grabstätte der Familie
Baron von Tautphoeus

Josepha, geb. Pettenkofen
1772 – 1854.
Franziska, geb. Molitor
1807 – 1862.
Georg, k. b. Kämmerer.
u. O. Appell. Ger. Dir.
1796 – 1881.
Leontine, 1834 – 1879.
Mathilde, 1824 – 1897.
Richard, k. b. Kämmerer u. Oberstlt.
21.11.1838 – 1.10.1908.
Marie, geb. Schüler
27.1.1843 – 19.1.1918.
Agnes, geb. Pfeiffer
9.5.1873 – 31.12.1927.
Elsa, 24.4.1875 – 4.11.1942.


  • Tautphöus, Agnes (vh) / Pfeiffer (gb); 9.5.1873 – 31.12.1927
  • Tautphöus, Elsa; 24.4.1875 – 4.11.1942
  • Tautphöus, Franziska (vh) / Molitor (gb); 1807 – (7).12.1862 (München); Oberappellationsgerichtsdirektors-Gattin
  • Tautphöus, Georg; 1796 – 1881; Kämmerer und Appellationsgerichtsdirektor
  • Tautphöus, Josefa (vw) / Pettenkofen (gb); 1772 – 29.5.1854 (München); Regierungsdirektors-Witwe
  • Tautphöus, Leontine; 1834 – 1879
  • Tautphöus, Marie (vh) / Schüler (gb); 27.1.1843 – 19.1.1918
  • Tautphöus, Mathilde; 1824 – 1897
  • Tautphöus, Richard; 21.11.1838 – 1.10.1908; Kämmerer und Oberstleutnant

Grab der Familie Tautphöus auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 5 – 28·29 (Lutz)


Lutz’sche Familiengrabstätte

Hier ruhen:
Friedrich von Lutz
k. b. Forstmeister a. D.
* 27.9.1805, † 6.1.1889.
seine Mutter,
Susette geb. von Verges
* 14.9.1775, † 12.12.1853.
seine Enkel:
August
* 15.4.1868, † 5.11.1871.
Anni
* 15.12.1873 † 2.12.1883.
Therese
* 20.2.1876, † 11.12.1883.
Wilhelmine
* 5.1.1880, † 20.12.1883.
Eduard von Lutz
Gutsbesitzer u. Oberleutnant d. Res.
* 30.8.1870, † 16.10.1903.
sein einziger Sohn
Maximilian von Lutz
k. b. Oberst a. D. Inh. d. Eisernen Kreuzes
* 24.6.1840, † 26.7.1914.
dessen Gattin
Karoline geb. Freiin von Waldenfels
* 8.11.1843, † 24.12.1914.


  • Lutz, Anni von; 15.12.1873 – 2.12.1883
  • Lutz, August von; 15.4.1868 – 5.11.1871
  • Lutz, Eduard von; 30.8.1870 – 16.10.1903; Gutsbesitzer und Oberleutnant der Reserve
  • Lutz, Friedrich von; Forstmeister a. D.
  • Lutz, Karoline von (vw) / Waldenfels, Freiin von (gb); 8.11.1843 – 24.12.1914
  • Lutz, Maximilian von; 24.6.1840 – 26.7.1914; Oberst a. D.
  • Lutz, Susette von (vh) / Verges, von (gb); 14.9.1775 – 12.12.1853
  • Lutz, Therese von; 20.2.1876 – 11.12.1883
  • Lutz, Wilhelmine von; 5.1.1880 – 20.12.1883

Grab der Familie Lutz auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 5 – 30 (Petz)


Grab der Familie Petz auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 5 – 32 (Finsterlin · Juch)


Tafel
Sofie Juch
geb. Finsterlin
¿-Witwe
¿


  • Finsterling, Josef Alfons; – 1886 (München); Buchhändler
  • Juch, Sofie (vw) / Finsterlin (gb); – August 1921 (München), 79 Jahre alt; Ministerialrats-Witwe

Grab der Familien Finsterlin · Juch auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 6 – 1* (Gsell Fels)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Gsell Fels, Luise (vh) / Fels, von (gb); 23.9.1829 – 17.3.1887
  • Gsell Fels, Theodor (vh) / Gsell (gb); 14.3.1818 (St. Gallen) – 12.10.1898 (München); Arzt und Schriftsteller

Das Grab ist nicht erhalten


#Theodor Gsell Fels (vh) / Gsell (gb)

* 14.3.1818 (St. Gallen)
† 12.10.1898 (München)
Arzt und Schriftsteller

#Allgemeine Deutsche Biographie (1904)

Gsell Fels: Johann Theodor G. F. (nicht Gsell-Fels), eigentlich Gsell, Kunsthistoriker, aber besonders Reiseschriftsteller, wurde am 14. März 1818 (nicht 1819) zu St. Gallen geboren, aus einer seit Jahrhunderten in diesem Kanton angesessenen aristokratischen Familie Gsell (seit 1516 nachweislich im Besitze des Schweizer Bürgerrechts), deren Mitglieder dort noch jetzt die ersten Staatsstellen bekleiden. Die Eltern, der Kunstmaler Jacob Laurenz Gsell und Susanna Martha geb. v. Schobinger, ließen ihre drei Söhne das Tobler'sche Institut zu St. Gallen besuchen, wo Stähelin's des Aelteren feurige Religionsvorträge ihre Knabengemüther zum Entschlusse Geistliche zu werden veranlaßten. Diesem Wunsche Theodor's stimmten die Eltern bei, nachdem er das St. Galler Gymnasium und dann drei Jahre lang das später in ein höheres Gymnasium umgewandelte Collegium humanitatis durchlaufen hatte. Darauf studirte er 2½ Jahre in Basel evangelisch-reformirte Theologie und Philologie und gewann daselbst bei einer philosophischen Preisaufgabe den ersten Preis. An der Universität Berlin setzte er diese Studien fort, insbesondere im Seminar von Strauß und Theremin, daneben die geliebten philosophischen bei Schelling. Aber die Theologie gewährte ihm keine Befriedigung, und als er die erste Predigt gehalten hatte, um seiner Mutter zu zeigen, daß er das Studium eifrig durchgeführt hatte, gab er, zumal sein Kehlkopf damals besonders angegriffen war (die Bronchien blieben ihm immer empfindlich), die Theologie auf und wandte sich in Berlin unter Hotho und Kugler der Kunstgeschichte zu. Als Abschluß und Ergänzung dieses Studiums durchwanderte er zu Fuß ganz Italien und trieb 1845–48 zu Paris naturwissenschaftliche Studien. 1848 in die Geburtsstadt heimgekehrt, wirkte er dort vier Jahre als Staatsarchivar. 1850 heirathete er ein durch seltene Vorzüge des Körpers und Geistes geziertes Fräulein: die Tochter des Regierungspräsidenten St. Gallens, Luise Charlotte v. Fels, deren Geschlecht, aus dem Val d'Aosta in Piemont, 1595 der damaligen Adelsgenossenschaft des Notveststeins einverleibt worden war. G. nahm da den Namen »Gsell Fels« an, den fürder seine Werke weithin bekannt machen sollten, und ein Regierungserlaß erlaubte dann, in anbetracht der Verdienste des Schriftstellers, den Uebergang des Doppelnamens auf seine Nachkommen.

In der Blüthe der Jahre ließ sich Gsell Fels' lebhafter, wissensdurstiger, weltfreudiger Geist keineswegs an den längst völlig beendigten akademischen Studien genügen. So setzte er 1852 den Stab weiter und führte bis 1856 in Würzburg, Wien und Berlin ein regelrechtes Medicinstudium durch, promovirte auch danach, wie er schon Dr. phil. und theol. war. Und wirklich übte er, als ihn nun ein unwiderstehlicher Hang nach der Apenninenhalbinsel zog, in St. Gallen, in Nizza, dann in Pisa, in Zürich (1863–67) als ein in der Großen Welt vielgesuchter Arzt die Praxis aus, in beiden letzteren Städten auch als Privatdocent der Anthropologie und Ethnographie an der Universität thätig, schließlich seit 1867 in Rom. Dazumal sammelte er während einiger Jahre auf unablässigen Streifereien in Italien, dessen Inseln und nordwestlichem wie südwestlichem Grenzgebiete die Kenntnisse für seine seit 1868 erscheinenden Reisebücher. Im J. 1870 ließ er sich in Basel nieder, wurde da zum Mitgliede des Großraths gewählt, wirkte auch als staatlicher Schulrath und las an der Universität über italienische Kunstgeschichte. Erst 1880 erkor er sich einen endgültigen Wohnsitz, indem er nach München übersiedelte, wo er als Präsident des Aufsichtsraths der Gesellschaft zur Ausbeutung der ergiebigen Jodquellen im nahen Bad Tölz-Krankenheil bis zuletzt fungirt, im übrigen aber, abgesehen von der vorübergehenden Wirksamkeit als Badearzt in der Schweiz (dem die feine Welt auch dahin folgte), während der Sommer 1887 bis 1895 (vgl. sein Nachschlagewerk »Die Bäder und klimatischen Kurorte der Schweiz«, 4. Aufl. 1896), sich der Pflege der Kunst und freier, wesentlich Reiseschriftstellerei gewidmet, ja, bald letztere als ferneren Lebensberuf erwählt hat. Zu jener sei erwähnt, daß seine Hauptneigung nach den Reisen archäologischen und kunsthistorischen Studien sowie der Musik galt. Meisterhaft spielte er Violine, hatte in Rom mit Franz Liszt musicirt, besaß auch seltene Meistergeigen, die er geradezu zärtlich liebte. Uebrigens hielt er auch seine allmählich bis auf 7000 Bände vermehrte Bibliothek, worunter einzelne Seltenheiten, Unica und Kunstwerke großen Werth hatten, hoch in Ehren. In München verlor er 1887 die theure Gattin durch den Tod, während, nachdem die beiden Söhne Wilhelm Jacob und Dr. Victor Theodor seit ca. 1878 bezw. 1888 fern in Südamerika zu Buenos Aires ansässig und verheirathet waren, die Tochter Ida Luise treubesorgt als Pflegerin und Stütze mit wahrhaft kindlicher Liebe dem arbeitsfreudigen Greise zur Seite verblieb. Und dies auch bei den letzten italienischen Touren, welchen der schon 76jährige, dauernd vom Wandertrieb beseelt, 1896 noch eine mühsame Fahrt durch Tunesien und Algerien anschloß. Vor kurzem erst von längerem Aufenthalte auf Rigi-First, wo der 80jährige Erholung und Kraft für eine neue Reise, die nun sich bis an die Grenzen des bereisten Innerafrika ausdehnen und von der Tochter Ida mitgemacht werden sollte, gefunden zu haben wähnte, zurückgekehrt, erlag er nach kurzem, schweren Krankenlager am 12. October 1898 zu München einem schmerzhaften Blasenleiden.

Theodor Gsell Fels' Tod hat nicht nur in der Schweizer Heimath und seiner zweiten Heimath München, sondern weit über die Grenzen deutscher Zunge bis über das Weltmeer aufrichtige Trauer und dankbares Erinnern wachgerufen. In erster Linie bei dem weiten Kreise von Freunden und Bekannten, die ihn wegen seines unaufdringlichen, vielseitigen Wissens, seiner Herzensgüte, seiner heiteren und feinen Geselligkeit schätzten und verehrten. Die gebildete Gesellschaft hat ihn stets verwöhnt, besonders als er in jüngeren Jahren noch an ihrem Leben activ Antheil nahm. Die litterarischen Leistungen von über drei Jahrzehnten erwarben ihm einen hohen Ruf und lassen ihn in seinem Sonderfache als Autorität fortleben. Vor allem haben ihm die Reisehandbücher über das wiederholt durchwanderte und gründlich studirte Italien einen Namen gemacht (s. Schluß). Sogleich das erste Werk dieser Reihe bekundete ihn als einen Mann, den gründlichste Kenntniß von Land und Leuten, der Vergangenheit wie der Gegenwart, der geschichtlich-socialen Verhältnisse nicht weniger als der Kunstschätze nach echtester Autopsie zum Darsteller des Themas ausnehmend befähigten. Innerhalb des Rahmens der bekannten Sammlung »Meyer's Reisebücher« – herausgegeben vom Bibliographischen Institut in Leipzig – erschienen in mehrfach neu aufgelegter berichtigter Ausgabe die sechs Bände: Oberitalien (6. Aufl. 1898), Mittelitalien (4. Aufl. 1886; zus. 7. Aufl. 1903), Rom und die Campagna (5. Aufl. 1901), Unteritalien und Sicilien (4. Aufl. 1903); sämmtlich mit zahlreichen Karten und Illustrationen. Sie wurden binnen kurzem ein schier unentbehrliches Hülfsmittel für Italienreisende, die ernste Ansprüche an tiefere Eindrücke machen, und sind das bis auf den heutigen Tag geblieben. Für dieselbe Serie lieferte er den gedrängteren ›Wegweiser‹ »Italien in 60 Tagen« (2 Bde., 7. Aufl. 1903), sowie »Südfrankreich, nebst den Curorten der Riviera di Ponente, Corsica und Algier (Tunis)« (6. Aufl. 1904), wo er seine Nizzaer Erfahrungen und die der Streifzüge südwärts bis aufs nordafrikanische Küstenland mit bisher dafür unerreichter Authenticität verwerthete. Ueber ebendieselben Gebiete außer Südfrankreich gab er auf Grund obengenannter später Reise noch 1897 ein Specialwerk heraus. Zu den von der Kunstanstalt Frdr. Bruckmann in München unternommenen illustrirten Prachtwerken »Venedig« (zuerst 1875, dann 1882) und »Die Schweiz« (1875/77, 2. Aufl. 1882) schrieb G. F. den Text, der jedoch nicht, wie man hier und da liest, dann für sich erschien; allerdings gab er alles Wissenswerthe über »Venedig« noch in knapperer Fassung (6. Aufl. 1903). Darauf folgte er dem Antrage, für »A. Bruckmann's illustrirte Reiseführer« weiterhin zu bearbeiten: »100 Ausflüge von München« (Nr. 50–52 dieser Sammlung; 11. Aufl. 1904); »München. Große Ausgabe« (Nr. 10–11; mit großem Plan Nr. 60–62); 12. Aufl. 1904; »München. Kleine Ausgabe« (Nr. 75–75 a bezw. 76 je nach Größe des Planes), auch englisch »Munich« (Nr. 77 a u. b); »Bayerisches Hochland etc.« (Nr. 65–68; 9. Aufl. 1904), auch in einzelnen Theilen, und englisch als »The Highlands of Bavaria« (Nr. 77–81); »Der Bodensee« (Nr. 35–36, 3. Ausg. 1903); »Dresden und Umgebung« (Nr. 31–32), auch große Ausgabe (Nr. 37–40); »Graz« (Nr. 43; 5. Aufl. 1903); »Steiermark« (Nr. 44–48; 1895, neu 1901); »Tirol. Südwestlicher Teil« (Nr. 71–74; 1896); »Tirol. Nördlicher Teil« (1897); »Vorarlberg und Algäu« (Nr. 69 a u. b, 1895); Tirol gesamt 1903. In anderem Verlage behandelte er, der vieljährige Curort- und Badearzt, »Kissingen« (1888) und »Aachen« (1889) und ließ auf Schweizer Boden, in Zürich, außer dem schon angeführten Handbuche für die Schweiz ein, auch im Titel analoges über »Die Bäder und klimatischen Kurorte Deutschlands« (2. Aufl. 3 Bde., 1891) – beide zusammen eine schätzenswerthe Bereicherung der balneologischen Litteratur und als compendiarischer Ueberblick mit durchaus verläßlichen Daten eine Grundlage der Orientirung –, sowie ein kleines Prachtwerk über »Die Schweiz« drucken.

Die Gediegen- und Beliebtheit all dieser Reisebücher bezeugt die Nothwendigkeit zahlreicher Auflagen, denen er stets erneute Sorgfalt widmete, und die damit zusammenhängende starke Verbreitung. Sie zeichnen sich sammt und sonders durch peinliche Anleitung zu Genuß und Verständniß aus und besitzen eine hervorragende Besonderheit in der durchgängigen feinen und kritischen gleichen Rücksicht auf die Denkmale älterer Epochen und die noch im besprochenen Revier vorhandenen Kunstschätze. Und zwar gilt dies nicht bloß für diejenigen über Italien und München, wo er ja doch ganz zu Haus war, sondern auch für die über die Alpenländer, wo er uns zunächst einen rechten Einblick in die Schönheiten der Natur eröffnet. So ist der Name »Gsell Fels« wie der Name »Baedeker« – G. F. meinte scherzend, zwischen Baedeker's Reisebüchern und den seinigen bestehe der unüberbrückbare Unterschied, daß er für den Geist zu schreiben trachtete, der andere für den Körper – beinahe zum Appellativnamen geworden (wie Frdr. Ratzel für den »Baedeker« 1901 schön i. d. »Grenzboten« [60, IV, 244] ausgeführt hat) für die Reiseführer der von ihm porträtirten Landschaften, Gegenden und Städte: ein Factum, das ihrem außerordentlichen Verdienste völlig entspricht. Die »Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik« urtheilte in ihrem Nachrufe: »Wer eines dieser Reisebücher als Rathgeber benützt hat, der weiß, daß es ihn nie im Stich gelassen«. Und der verstorbene scharfsinnige britische Historiker Edward Augustus Freeman nannte G. F. sogar »the prince of guidebook makers« (so citirt The Daily News v. 24. Oct. 1898 und British Medical Journal London 19. Nov. 1898). Freilich, alle diese Lobsprüche streifen kaum die höheren Aufgaben, die G. F. sich selbst gestellt und großentheils erfüllt hat: den Geist des Alterthums und der Geschichte, die Zusammenhänge des Völkerlebens, die Geheimnisse der Natur wie der Kunst andeutend zu erschließen.

Grundlage: der sorgsame Artikel von Archivrath Ernst v. Destouches i. »Biogr. Jahrb. u. dtsch. Nekrolog«, III 117 f., vom Verf. freundlichst zu freier Verfügung gestellt (ebenda am Ende Liste der wichtigsten Nachrufe) und die ausführlichen Notizen der »München. Neuest. Nachrichten« Nr. 475, 477, 479 von 1898 im localen Theil. Außer den bei Destouches angegebenen brachten folgende Zeitungen Nachrufe: Frankfurter Zeitung (danach: Neue Hessische Volksblätter), Le Temps, Germania (Berlin), Le bulletin de la presse (Paris, 20. Oct.), Le Polybiblion Nov. 1898, u. a. kleinere Notizen. Diese und die bei Destouches genannten machte mir mit ergänzenden Angaben die Tochter Frl. Ida G. F. in München zugänglich. Dazu fügt noch G. Wolff's Todtenliste im »Biogr. Jahrb. u. dtsch. Nekrolog«, V S. 25* Wolkenhauer's Artikel in »Wagner's Geograph. Jahrbuch« XXII 441, Leopoldina 34/171 u. Dietrich's Bibliographie der Zeitschriftenlitt., IV 112. Gsell Fels' eigene letzte Bibliographie in Kürschner's Dtsch. Litteraturkalender XX/II 457 f.; Verlagsverzeichniß v. A. Bruckmann's Reiseführern; neben den gut unterrichtenden Artikel in Meyer's Konversationslexikon, VIII/5 42, ist der ähnliche, aber oberflächliche i. d. Revue Encyclopédique v. 19. No. 1898 (falsch Geburtsjahr u. Todestag) zu stellen. – Porträts (alle nach derselben Aufnahme): »Die Schweiz. Illustr. Ztschr.«, Zürich, Dec. 1898; »Gartenlaube«, Nr. 43, Oct. 1898; »Dtsch. Rundschau f. Geographie u. Statistik«, XXI, S. 185 f.; »Amerikanischer Schweizer-Kalender für anno 1900« (New-York; in einem Gruppenbilde bedeutender Neuverstorbener), u. ö.

Ludwig Fränkel.

Ludwig Julius Fränkel: Allgemeine Deutsche Biographie. Leipzig, 1904.

#37 – 6 – 8 (Hascher · Wastian · Wegmann)


Familiengrab.

Hier ruht
unser lieber Gatte und Vater
Herr
Gottfried Wegmann
Hausbesitzer,
geb. 18. Okt. 1842, gest. 25. Okt. 1893.
Unsere liebe Gattin
und teure Mutter
Frau Maria Wastian
verw. Wegmann,
Privatiers-Gattin,
geb. 31. August 1857, gest. 8. Juli 1910.
Ihr folgte deren treuer Gatte
unser unvergesslicher Vater
Herr Leonhard Wastian
Privatier und Hausbesitzer,
geb. 6. Nov. 1842, gest. 23. August 1918.


  • Hascher, Friedr.; – 1887; Branntweinbrenners-Sohn
  • Wastian, Leonhard; 6.11.1842 – 23.8.1918; Privatier und Hausbesitzer
  • Wastian, Maria (vh) / Wegmann (vw); 31.8.1857 – 8.8.1910; Privatiers-Gattin
  • Wegmann, Gottfried; 18.10.1842 – 25.10.1893; Hausbesitzer

Grab der Familien Hascher · Wastian · Wegmann auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 6 – 9 (n. n.)


(März 2016)

#37 – 6 – 10 (Rainer · Reitinger)


Frau Anna Rainer
Schreinermeistersgattin
geb. den 28. Mai 1849
gest. den 3. November 1893
Herr Johann Rainer
Schreinermeister
geb. den 7. Juni 1850
gest. den 23. Jan. 1900.
Frau Margaretha Reitinger
geb. den 24. September 1861
gest. den 26. November 1921.
Andreas Reitinger
geb. 29.1.1856 gest. 5.2.1927.


  • Rainer, Anna (vh); 28.5.1849 – 3.11.1893; Schreinermeisters-Gattin
  • Rainer, Johann; 7.6.1850 – 23.1.1900; Schreinermeister
  • Reitinger, Andreas; 19.1.1856 – 5.2.1927
  • Reitinger, Margaretha (vh); 24.9.1861 – 26.11.1921

Grab der Familien Rainer · Reitinger auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 6 – 21 (Hastreiter)


Familie Hastreiter.

Hier ruhet in Gott
Herr Joseph Hastreiter
Lehrer a. D.
geb. d. 12. Febr. 1819. gest. d. 7. Aug. 1893.
Ihm folgte dessen Gattin
Frau Franziska Hastreiter
geb. d. 3. April 1826. gest. d. 15. Juli 1917.
Herr Vinzenz Hastreiter
Rentamtssekretär a. D.
geb. d. 16. Dez. 1853, gest. d. 20. Sept. 1924.

R. I. P.


  • Hastreiter, Franziska (vw); 3.4.1826 – 15.7.1917; Lehrers-Witwe
  • Hastreiter, Josef; 12.2.1819 – 7.8.1893; Lehrer a. D.
  • Hastreiter, Vinzenz; 16.12.1853 – 20.9.1924; Rentamtssekretär a. D.

Grab der Familie Hastreiter auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 6 – 23 (Schmid)


Familien-Grabstätte.

Hier ruhet in Gott
unsere unvergeßliche Gattin u. Mutter
Frau Barbara Schmid
Hauptzollamtsdienersgattin
geb. 20. Febr. 1840, gest. 25. März 1887.

R. I. P.


  • Schmid, Barbara (vh); 20.2.1840 – 25.3.1887; Hauptzollamtsdieners-Gattin

Grab der Familie Schmid auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 6 – 25 (Witt)


Grab der Familie Witt auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 6 – 33 (Hilmer)


Grabstätte der Familie Hilmer

Hier
ruhen in Gott:
unser innigstgeliebter Vater u. Bruder
Herr
Michael Josef Hilmer,
Bürger, Tapezierer
und vorml. Landwehr Oberlieutenant
gest. d. 30. Dez. 1872 im 48. Lebensjahre
und dessen Gattin, unsere liebevolle Mutter
Frau Wilhelmine Miller, geb. Reindl
gest. d. ¿ 1870 im ¿ Lebensjahre
Ihnen giengen voran ihre geliebten Kinder
¿


  • Hilmer, Michael Josef; – 30.12.1872 (München), 47 Jahre alt; Tapezierer
  • Hilmer, Sofie; – 27.7.1889 (München); Sekretärs-Tochter
  • Hilmer, Wilhelmine (vh) / Reindl (gb); – 19.10.1870 (München), 45 Jahre alt; Tapezierers-Gattin

Todesanzeige für Sofie Hilmer

Grab der Familie Hilmer auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 7 – 4 (Lehr)


Grab der Familie Lehr auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 7 – 6 (Eichelberger · Kirmayr)


Hier ruht
unser lieber, unvergesslicher
Gatte und Vater
Herr
Michael Eichelberger,
Schneider,
geb. d. 7. Mai 1821, gest. d. 4. März 1867.
Ihm folgte sein Enkel
Hermann Kirmayr,
geb. u. gest. d. 4. April 1891.
Ihm folgte seine Mutter
Frau Walburga Kirmayr,
geb. d. 27. Juli 1852, gest. d. 1. Juni 1902.
Frau
Salome Eichelberger
geb. d. 27. Sept. 1827, gest. d. 4. Dez. 1902.

R. I. P.

Sockel
37.7.6. Babenstuber.


  • Eichelberger, Michael; 7.5.1821 – 4.3.1867 (München); Schneider
  • Eichelberger, Salome; 27.9.1827 – 4.12.1902
  • Kirmayr, Hermann; 4.4.1891 – 4.4.1891
  • Kirmayr, Walburga (vh); 27.7.1852 – 1.6.1902

Grab der Familien Eichelberger · Kirmayr auf dem Alten Südfriedhof München (August 2014)

#37 – 7 – 11* (Fuchs)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Fuchs, Franz Melchior; – 30.5.1887 (München), 82 Jahre alt; Photographengehilfe

Todesanzeige für Franz Melchior Fuchs

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 7 – 22 (Dachs)


Hier ruht
unsere unvergessliche Gattin & Mutter
Frau Ursula Dachs
Centralkassiers-Gattin,
geb. am 3. Nov. 1826
gest. am 15. Aug. 1893.
Herr Anton Dachs
k. Generaldirektionsrat,
geb. am 8. Jan. 1834
gest. am 17. Sept. 1907.
Frau Regina Dachs
k. Generaldirektionsratswitwe.
geb. am 4. April 1857
gest. am 15. Sept. 1911.
Herr Max Dachs
Obersekretär a. D.
geb. am 2¿. Sept 1848
gest. am 8. Febr. 1927.

Sie ruhen in Frieden!


  • Dachs, Anton; 8.1.1834 – 17.9.1907; Generaldirektionsrat
  • Dachs, Max; 2¿.9.1848 – 8.2.1927; Obersekretär a. D.
  • Dachs, Regina (vw); 4.4.1857 – 15.9.1911; Generaldirektionsrats-Witwe
  • Dachs, Ursula (vh); 3.11.1826 – 15.8.1893; Zentralkassierers-Gattin

Grab der Familie Dachs auf dem Alten Südfriedhof München (März 2016)

#37 – 8 – 28 (Winkler)


Die Grabinschrift ist nicht erhalten


  • Winkler, Franz; – 1887 (München); Privatier

Grab der Familie Winkler auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 8 – 33 (Jenke)


Carl Jenke
¿
29. März 1809 6. Mai 1886
Hermann Jenke
29. März 1839 19. März 1867
Elisabeth Jenke
geb. K¿
25. Dez. 1820 5. Aug. 1898
Cäcilie Jenke
11. Dez. 1845 27. Mai 1921
Elisabeth Jenke
¿
16. Sept. 1857 11. März 1937

37.8.33.


  • Jenke, Cäcilie; 11.12.1845 – 27.5.1921
  • Jenke, Elisabeth; 16.9.1857 – 11.3.1937
  • Jenke, Elisabeth (vh); 25.12.1820 – 5.8.1898
  • Jenke, Hermann; 29.3.1839 – 19.3.1867 (München); Regisseurs-Sohn
  • Jenke, Karl; 29.3.1809 (Grünberg, Schlesien) – 6.5.1886 (München); Regisseur und Schauspieler

Todesanzeige für Hermann Jenke

Grab der Familie Jenke auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2007)

#Karl Jenke

* 29.3.1809 (Grünberg, Schlesien)
† 6.5.1886 (München)
Regisseur und Schauspieler

#Deutscher Bühnen-Almanach (1876)

Carl Jenke,
Regisseur und Mitglied des Königl. Hoftheaters in München.

(Fünfzigjähriges Jubiläum.)

Karl Jenke, einer Schauspieler-Familie entstammend, ward am 29. März 1809 in Grünberg in Schlesien geboren. Mit dem 6. Jahre sprach er zum ersten Male auf der Bühne in den Iffland'schen »Hagestolzen« das »Bärbchen«. Wollte man erzählen, wie Jenke in den ersten Jahren seiner Laufbahn in sächsischen und böhmischen Dörfern und Städtchen, in den primitivsten Verhältnissen Komödie spielend, gelebt und was er erlebt, man würde den Anfang einer wahrhaften Künstler-Robinsonade erhalten, wie es vielleicht wenige giebt.

Am 9. Dezember 1824 trat Jenke als selbstständiger Schauspieler seine Wanderung in die Welt an. In dem Städtchen Eibenstock (im sächsischen Erzgebirge) begann am 11. Dezember sein erstes Engagement bei dem Direktor Bub mit der Rolle eines »alten Buchhalters« in dem Lustspiel: »Der Amerikaner«. Ein heiteres Naturell und glückliche komische Charakteristik ließen ihn humoristische und komische Rollen zu seinem besonderem Fache wählen. Nach mühevollen und arbeitsschweren Jahren, die er bei reisenden Schauspiel-Gesellschaften zu Altenburg, Meiningen, Rudolfstadt etc. im buntesten Wechsel des Lebens und lehrreicher Thätigkeit zugebracht, ward er im Frühjahr 1832 am Hoftheater in Cassel engagirt. Hier konnte er zum ersten Male das auf höchst mühseligen Wegen in seinem Berufe Erworbene künstlerisch sondern und durcharbeiten. Im Sommer 1834 erregte bei jedem jungen Schauspieler die Nachricht: »In Düsseldorf würde unter Karl Immermann eine Bühne gegründet, welche als hohe Schule für dramatische Künstler erachtet werde,« Sensation, auch Jenke trieb die Ahnung, bei Immermann das zu finden, was ihm noch mangele, nach Düsseldorf. Trotzdem das neuengagirte Personal in allen Fächern vollzählig war, wurde Jenke nach einer vorhergegangenen Prüfung dennoch von Immermann engagirt. Noch heute erklärt Jenke mit freudestrahlendem Gesicht das Engagement als das größte Glück in seiner Künsterlaufbahn. »Es sei eine arbeitsreiche, weihevolle, heilige Zeit für den strebsamen Kunstjünger gewesen, denn ein Meister wie Immermann komme sobald nicht wieder.« Immermann gewann unsern Jenke bald sehr lieb und in dessen »Memorabilien« hat sein Meister ihm auch ein ehrendes Andenken gewidmet. Leider war es dem administrativen Leiter nicht möglich, sein Werk länger als 2½ Jahre zu erhalten und mußte er im Frühjahr 1837 seinen Jüngern Lebewohl sagen. Er küßte Jenke beim Abschied und sprach die Hoffnung aus, ihn bald wieder zu sehen. Es sollte nicht Wahrheit werden. Immermann starb im Sommer 1841.

Im Herbst 1837 ward Jenke am Großherzogl. Hoftheater zu Oldenburg engagirt. Was er als dramatischer Künstler erstrebt hatte, war nun zur Reife gelangt, und im Verein junger talentbegabter Collegen und unter dem dramatischen Einfluße von Julius Mosen, Adolph Stahr und dem gnädigen Schutze eines kunstsinnigen Fürsten, entwickelte sich das Großherzogliche Hostheater zu einer der namhaftesten Bühnen Deutschlands, so daß Jenke vollen Grund hatte, ein lebenslängliches Engagement an dieser Bühne anzunehmen, und die daselbst verlebten 20 Jahre, in welcher Zeit er sich auch verheirathete, in jeder Hinsicht sehr hoch zu schätzen.

Im Verlaufe dieser Jahre gastirte Jenke mit Beifall am Wiener Hof-Burgtheater, in Weimar, Braunschweig, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und am Berliner Hoftheater. Im Frühjahr 1854 ward das Großherzogl. Hoftheater zu Oldenburg geschlossen und im Herbste desselben Jahres von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog an Jenke als Privatbühne übergeben. Die Verhältnisse einer Privatbühne sagten demselben jedoch auf die Dauer nicht zu, und er erbat seine Entlassung, welche ihm unter sehr gnädigen Bedingungen von maßgebender Stelle auch gewährt wurde.

Das bald darauf abgeschlossene Engagement am Hoftheater zu Wiesbaden bot Jenke als Schauspieler wie als Regisseur den erfreulichsten Spielraum. Eine Differenz mit der Intendanz endete nach 5 Jahren das Engagement, und Jenke übernahm 1862 im Herbst die Regie der deutschen Oper in Rotterdam. Auf einer Geschäftsreise im selben Jahre offerirte ihm die Königl. Hoftheater-Intendanz in München ein Engagement als Regisseur des Schauspiels, und obgleich an dasselbe die Bedingung geknüpft war, als Darsteller nicht thätig zu sein, erkannte er doch das Ehrenvolle einer solchen Stellung und trat am 1. Oktober 1863 in den Mitgliederverband des Königl. Hoftheaters zu München.

Durch die gnädige Huld des kunstschätzenden Monarchen angefeuert, und in Folge der Engagements junger talentvoller Künstler, gelang es ihm, das jetzige Ensemble des Königl. Schauspiels zu gründen, und in der jüngst verflossenen Zeit ward ihm auch noch die große Freude zu Theil, nach fast 12jähriger Unterbrechung sich an der Hofbühne als Schauspieler wieder zu versuchen, in seinen Darstellungen sich des allgemeinen Beifalls zu erfreuen, und somit nach mühevollen und doch glücklichen Jahren am 11. Dezember 1874 sein 50jähriges Künstler-Jubiläum zu feiern.

Als Anerkennung seiner Verdienste um die Hofbühnen in München und Oldenburg verliehen Se. Maj. der König von Baiern und Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Oldenburg dem Jubilar Carl Jenke die »goldenen Medaillen für Wissenschaft and Kunst«.

Deutscher Bühnen-Almanach. Berlin, 1876.

#Grosses Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne (1903)

Jenke Karl, geboren am 29. März 1809 in Grünberg (Schlesien). Er verbrachte seine Jünglingsjahre bei reisenden Theatergesellschaften, bis es ihm endlich gelang, 1832 eine Anstellung am Hoftheater in Kassel zu erhalten. Dort wirkte er in komischen Rollen bis 1834, in welchem Jahre er zu Karl Immermann nach Düsseldorf kam, unter dessen geistvoll energischer Kunstleitung der strebsame junge Mann mächtig emporwuchs. J. machte auch die ganze Immermannsche Epoche bis zum Jahre 1837 mit und ging von dort an das Hoftheater in Oldenburg. Hier entfaltete er sich eigentlich zu einem namhaften Charakterkomiker, der später auch in ernsten Charakterpartien mit großer Auszeichnung wirkte. J., der ein beliebter Gast an den Hoftheatern in Wien, München, Weimar, Stuttgart und Berlin war, nahm auch als Regisseur höchst verdienstvollen Anteil an der Leitung des Oldenburger Hoftheaters, das er, vom Hofe subventioniert, 1854–1857 als selbständiger Direktor führte. 1857–1862 war er Schauspieler-Regisseur in Wiesbaden, 1862–1863 Opernregisseur in Rotterdam und am 1. Oktober 1863 folgte er, des Herumwanderns müde, einer Berufung an das Hoftheater in München, wo er ebenfalls bald zum Regisseur ernannt wurde.

Hier wirkte er unter dem Schutze kunstsinniger Fürsten bis zum 1. Oktober 1879, an welchem Tage er, von Auszeichnungen überhäuft, in den Ruhestand trat. Untrügliche Beweise seiner besonderen Beliebtheit empfing er anläßlich seines 50jährigen Künstlerjubiläums am 11. Dezember 1874. Dieser Ehrentag war ein frohes Fest für den beliebten Künstler und seine zahlreichen Verehrer. Zum letztenmal in seinem Leben betrat er die Bühne bei Gelegenheit des deutschen Muster-Gastspieles in München im Juli 1880 als »Deveroux« in »Wallenstein«. Nebst seiner hervorragenden Wirksamkeit als Schauspieler machte er sich auch durch seine Bühneneinrichtungen außerhalb Münchens bekannt. Von denselben sei namentlich erwähnt: Byrons »Manfred« (Musik von Schumann, zum erstenmal in München aufgeführt am 18. Februar 1869). Auch seine Neueinrichtungen einiger Shakespearestücke wurden an ersten Theatern nachgeahmt. J. starb am 6. Mai 1886 in München.

Ludwig Eisenberg’s Grosses Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Leipzig, 1903.

#37 – 8 – 34* (Ungelter)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Ungelter, Alexander Johann Nepomuk Anton Freiherr von; 1838 – 28.7.1888 (München); Oberleutnant a. D.
  • Ungelter, Emilie Freifrau von (vw) / Pflummern, Freiin von (gb); 3.8.1813 – 8.8.1885 (München); Gutsbesitzers-Witwe
  • Ungelter, Friedrich Eugen Johann Nepomuk Emil Freiherr von; 30.6.1846 – 26.4.1867 (München); Oberleutnant im 1. Infanteriegiment »König Ludwig«
  • Ungelter, Marie Freifrau von; 12.6.1837 – 15.9.1900

Todesanzeige für Friedrich Eugen Johann Nepomuk Emil Freiherr von Ungelter

Todesanzeige für Emilie Freifrau von Ungelter

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 9 – 6·7 (Donhauser)


Familie Donhauser.
Hier ruhen in Gott
unsere unvergesslichen Eltern
Herr Anton Donhauser
pens. Oberpostschaffner
geb. 4. Juli 1853.
Frau Anna Donhauser
geb. 11. Nov. 1849, beide gest. 22. Juli 1922.
Ihnen folgte unsere liebste Schwester
Frl. Therese Donhauser
geb. 22. Dez. 1882, gest. 2. Okt. 1930.

Ihnen gingen voran unsere lb. Grosseltern.


  • Donhauser, Anna (vh); 11.11.1849 – 22.7.1922; Oberpostschaffners-Gattin
  • Donhauser, Anton; 4.7.1853 – 22.7.1922; Oberpostschaffner
  • Donhauser, Therese; 22.12.1882 – 2.10.1930

Grab der Familie Donhauser auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 9 – 14 (Martin)


¿

Sockel
Ihm folgte nach sieben Jahren
unsere gute Mutter
Frau Aloysia Martin
* 1860 † 1931


  • Martin, Aloisia (vw); 1860 – 21.10.1931 (München); Hebamme i. R.

Todesanzeige für Aloisia Martin

Todesanzeige für Aloisia Martin

Grab der Familie Martin auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 9 – 19 (Nagel · Zimmermann)


Grab der Familien Nagel · Zimmermann auf dem Alten Südfriedhof München (April 2018)

#37 – 9 – 29 (Benz)


Familie Benz

Hier ruhet
Christian Benz,
geb. 8. Oktbr. 1816, gest. 2. Juni 1887.
Friedrich Benz,
geb. 6. Mai 1822, gest. 10. Juli 1894.
Beide Privatiers.
Unser unvergeßlicher Gatte u. Vater
Daniel Benz,
k. Minist.-Sekretär a. D.
geb. zu Ansbach 26. Sep. 1830, gest. 23. Juni 1898.
Dessen Gatten, unsere theure Mutter
Rosalie Benz,
geb. 4. Sept. 1843, gest. 8. April 1923.

Heiligensetzer 37.9.29.


  • Benz, Christian; 8.10.1816 – 2.6.1887; Privatier
  • Benz, Daniel; 26.9.1830 (Ansbach) – 23.6.1898; Königlicher Ministerialsekretär
  • Benz, Friedrich; 6.5.1822 – 10.7.1894; Privatier
  • Benz, Rosalie (vw); 4.9.1843 – 8.8.1923; Ministerialsekretärs-Witwe

Grab der Familie Benz auf dem Alten Südfriedhof München (August 2013)

#37 – 9 – 31 (Lohner)


FAMILIEN-
GRABSTÄTTE
LOHNER


  • Lohner, Gottlieb; – 1891 (München); Bürodiener

Grab der Familie Lohner auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 9 – 32 (Bauer)


Grab der Familie Bauer auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 10 – 5 (Hörmann · Lang)


R. I. P.

Familie Lang.

Hier ruhet in Gott
Herr Ludwig Lang
Kaufmann,
geb. 15. Juni 1859, gest. 11. Jan. 1932.
Frau Eleonore Lang
geb. Hörmann,
gest. 23. Juli 1937 im 80. Lebensjahre.

Fräulein Elise Hörmann
Privatiere gest. 8. April 1894

¿ Schneider


  • Hörmann, Elise; – 8.4.1894; Privatiere
  • Lang, Eleonore (vw) / Hörmann (gb); – 23.7.1937; Kaufmanns-Witwe
  • Lang, Ludwig; 15.6.1859 – 11.1.1932; Kaufmann

Grab der Familien Hörmann · Lang auf dem Alten Südfriedhof München (Mai 2018)

#37 – 10 – 6 (Schramm)


Grab der Familie Schramm auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 10 – 28 (Kellerbauer · Röttinger)


Hier ruhet
in Gottes Frieden
mein lieber Gatte, unser teurer Vater
der kgl. Oberkondukteur
Franz Roettinger
geb. 6. Okt. 1828, gest. 20. Sept. 1896.
Ihm folgte
unsere innigstgeliebte Mutter
Frau Anna Roettinger
geb. 13. Jan. 1826, gest. 15. Dezbr. 1900.

R. I. P.

Meine liebe Tochter
Fräulein Rosa Kellerbauer,
Hauptlehrerin
geb. 6. Okt. 1873 – gest. 20. Dez. 1925.

37.10.28. Kosenbach


  • Kellerbauer, Rosa; 6.10.1873 – 20.12.1925; Hauptlehrerin
  • Röttinger, Anna (vw); 13.1.1826 – 15.12.1900
  • Röttinger, Franz; 6.10.1828 – 20.9.1896; Königlicher Oberkondukteur

Grab der Familien Kellerbauer · Röttinger auf dem Alten Südfriedhof München (April 2013)

#37 – 10 – 31* (Beck)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Beck, Edmund; 9.7.1840 (Coburg) – 8.3.1901 (München); Sänger und Schauspieler

Das Grab ist nicht erhalten


#Edmund Beck

* 9.7.1840 (Coburg)
† 8.3.1901 (München)
Sänger und Schauspieler

#Neuer Theater-Almanach (1892)

Todtenschau
1891
März

Edmund Beck, Schauspieler und Sänger, † in München, seit sechs Jahren Mitgl. des Gärtnerplatz-Th., geb. in Koburg 9. Juli 1840, als Sohn der einstmals hochberühmten Kammersängerin Frieda Beck-Weixelbaum. Er zeigte in früher Jugend besondere Begabung für Musik, verbrachte jedoch sieben Jahre, durch die Verhältnisse gezwungen, beim Militär, so daß er erst in späteren Jahren sein Verlangen nach einem künstlerischen Berufe befriedigen konnte. Er wirkte an verschiedenen Bühnen Norddeutschlands, ferner in Freiburg i. B., St. Gallen, Zürich, Würzburg als Sänger und Schauspieler, indem er sich durch Fleiß und Begeisterung, unterstützt durch seine Persönlichkeit, im Schauspiel zur Darstellung erster Helden- und Heldenväter, in der Oper zu ersten Baßbuffo-Partieen (Bürgermeister, Waffenschmied) emporbrachte. Ein vortrefflicher lauterer Charakter, genoß er im Kreise der Kunstgenossen allgemeine Liebe und Achtung; um seinen Hingang trauert eine treue Lebensgefährtin, mit welcher er in 26jähr. Ehe das Glück stiller Häuslichkeit genossen hat.

Neuer Theater-Almanach. Berlin, 1892.

#37 – 11 – 16 (Bauer)


Familie – Bauer.

Hier ruht
unser unvergesslicher Gatte u. Vater,
Herr Sebastian Bauer,
Metzgermeister
gest. 26. Mai 1902 im 43. Lebensjahre.
Ihm folgte seine liebevolle Gattin,
unsere treubesorgte Mutter
Frau Anna Bauer,
Metzgermeisterswitwe
gest. 10. Oktober 1909, im 49. Lebensjahre.

Sockel
Frau ¿
Schmidtner.


  • Bauer, Anna (vw); – 10.10.1909; Metzgermeisters-Witwe
  • Bauer, Sebastian; – 26.5.1902; Metzgermeister

Grab der Familie Bauer auf dem Alten Südfriedhof München (Mai 2013)

Grab der Familie Bauer auf dem Alten Südfriedhof München (Februar 2014)

#37 – 11 – 17 (Krause)


Grab der Familie Krause auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 11 – 19 (Fickel)


Hier ruht in Gott
Herr
Jakob Fickel.
Hausmeister,
gest. 3. Juli 1898,
im 68. Lebensjahre.
Dessen Gattin
Frau
Viktoria Fickel.
gest. 21. Oktbr. 1913
im 83. Lebensjahre.

37.11.19. Schwarz


  • Fickel, Jakob; – 3.7.1898; Hausmeister
  • Fickel, Viktoria (vw); – 21.10.1913; Hausmeisters-Witwe

Grab der Familie Fickel auf dem Alten Südfriedhof München (Januar 2014)

#37 – 11 – 22 (Kurz · Wolf)


Hier ruht
unser innigstgeliebter Gatte u. Vater,
Herr Emil Kurz,
Rektor am kgl. Ludwigsgymnasium,
Ritter des Verd. Ordens v. hl. Michael,
geb. 2. März 1827, gest. 21. August 1891.
Frau Elise Kurz, geb. Wolf,
gest. 11. August 1867, im 33. Lebensjahre.
Fräulein Therese Wolf,
k. Rentbeamtens-Tochter,
geb. 15. März 1820, gest. 13. Januar 1894.
Frau Friederike Kurz, geb. Wolf
geb. 2. Sept. 1842, gest. 16. Okt. 1926.

Linke Seite
Heinrich Wolf,
Rechtskoncipient,
geb. 20. Nov. 1823,
gest. 23. Aug. 1854.
Ferdinand Kurz,
Oberstleutnant a. D.
geb. 1. Aug. 1863,
gest. 12. Febr. 1926.

Rückseite
Sockel
J. Lallinger.


  • Kurz, Elise (vh) / Wolf (gb); – 11.8.1867 (München), 32 Jahre alt; Gymnasialprofessors-Gattin
  • Kurz, Emil; 2.3.1827 – 21.8.1891; Gymnasialrektor
  • Kurz, Ferdinand; 1.8.1863 – 12.2.1926; Oberstleutnant a. D.
  • Kurz, Friederike (vh) / Wolf (gb); 2.9.1842 – 16.10.1926
  • Wolf, Heinrich; 20.11.1823 – 23.8.1854 (München); Rechtskonzipient
  • Wolf, Therese; 15.3.1820 – 13.1.1894; Rentbeamtens-Tochter

Todesanzeige für Elise Kurz

Grabphoto fehlt

#37 – 11 – 33·34 (Ow-Felldorf)


Hier ruht in Gott
Sofie Freifrau von Ow-Felldorf
geb. Freiin von Bodman-Bodman,
geb. 29. Aug. 1836, gest. 3. Mai 1878.
Karl Freiherr von Ow-Felldorf
kgl. b. Kämmerer, Reichsrat der Krone Bayerns
geb. den 6. Januar 1818, gest. am Ostermontag den 11. April 1898.
Laura Freifrau von Ow-Felldorf
geb. Freiin von Rotberg-Bambach,
geb. 17. Februar 1857, gest. 1. April 1925.

R. I. P.

Familiengrab.

Linke Seite
11.34.33. Kosenbach.


  • Ow-Felldorf, Karl Freiherr von; 6.1.1818 – 11.4.1898; Königlich bayerischer Kämmerer und Reichsrat
  • Ow-Felldorf, Laura Freifrau von (vh) / Rotberg-Bambach, Freiin von (gb); 17.2.1857 – 1.4.1925
  • Ow-Felldorf, Sofie Freifrau von (vh) / Bodman-Bodman, Freiin von (gb); 29.8.1836 – 3.5.1878

Grab der Familie Ow-Felldorf auf dem Alten Südfriedhof München (Januar 2014)

#37 – 12 – 1 (Söltl)


Die Grabinschrift ist nicht erhalten


  • Söltl, Georg, Dr. med.; – 21.4.1886 (München), 79 Jahre alt; Königlicher Oberstabsarzt I. Klasse a. D.

Todesanzeige für Dr. med. Georg Söltl

Grab der Familie Söltl auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 3 (Fritsche)


Die Grabinschrift ist nicht erhalten


  • Fritsche, Heinr.; – 1887; Privatier

Grab der Familie Fritsche auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 4 (Holzmüller)


Grab der Familie Holzmüller auf dem Alten Südfriedhof München (August 2012)

#37 – 12 – 6 (Drexler · Mall · Roider)


Familien-Grabstätte.

Hier ruhen
Frau Katharina Drexler, geb. Mall,
gest. 1889, im 77. Lebensjahre.
Ihr folgte ihr Schwiegersohn
Herr Johann Roider
Bäckermeister,
geb. 8. Sept. 1829. gest. 17. Juni 1893.
Ihm folgte seine Gattin,
unsere liebe unvergessliche Mutter
Frau Maria Roider
geb. 1. Juli 1842. gest. 3. Dezbr. 1917.

Sockel
M. Sepp

Rechte Seite
Herr Josef Mall
aus Fürstenfeldbruck
gest. 1861, im 51. Lebensjahre
Babette Roider
gest. 18. März 1885
im 6. Lebensjahre.


  • Drexler, Katharina (vw) / Mall (gb); – 1889 (München), 76 Jahre alt; Schäfflermeisters-Witwe
  • Mall, Josef; – 5.1.1861 (München), 50 Jahre alt; Hammerschmieds-Sohn aus Fürstenfeldbruck
  • Roider, Babette; – 18.3.1885 (München), 5 Jahre alt; Bäckermeisters-Tochter
  • Roider, Johann; 8.9.1829 – 17.6.1893; Bäckermeister
  • Roider, Maria (vw) / Drexler (gb); 1.7.1842 – 3.12.1917; Bäckermeisters-Witwe

Todesanzeige für Josef Mall

Todesanzeige für Josef Mall

Todesanzeige für Babette Roider

Grab der Familien Drexler · Mall · Roider auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 7 (Müller · Trinkgeld)


Grab der Familien Müller · Trinkgeld auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 11 (Mittermaier · Schwemmer)


Hier ruhen
unsere
lieben guten Eltern
Herr Josef Schwemmer
Rentamtsbote
geb. 11. Sept. 1824. gest. 22. März 1894.
Frau Maria Schwemmer
geb. Mittermaier
geb. 2. März 1826. gest. 25. Nov. 1910.
Frau Maria Schwemmer
geb. Luber
geb. 25. Okt. 1860, gest. 13. Mai 1929.

Sockel
Deren Geschwister
Hr. Michael Mittermaier
gest. 25. Aug. 1854.
Frl. Elise Mittermaier
gest. 20. Jul. 1900.

Halbich.


  • Mittermaier, Elise; – 20.7.1900
  • Mittermaier, Michael; – 25.8.1854 (München), 23 Jahre alt; Steindruckergehilfe von Landshut
  • Schwemmer, Josef; 11.9.1824 – 22.3.1894; Rentamtsbote
  • Schwemmer, Maria (vh) / Luber (gb); 25.10.1860 – 13.5.1929
  • Schwemmer, Maria (vw) / Mittermaier (gb); 2.3.1826 – 25.11.1910; Rentamtsbotens-Witwe

Grab der Familien Mittermaier · Schwemmer auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 13 (n. n.)


(März 2018)

#37 – 12 – 16 (n. n.)


(März 2018)

#37 – 12 – 17* (Weis)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Weis, Josef; – 1889; Hofmaler

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 12 – 18 (Rosner)


Dem Andenken
unserer innigstgeliebten,
unvergesslichen Mutter
Frau Josephine Rosner
geb. Floder,
Rentamts-Oberschreiberswittwe,
geb. 31. März 1810 zu Waldsassen,
gest. 1. Dez. 1893,
gewidmet von ihren
dankbaren Kindern.

37.12.18. Kosenbach.


  • Rosner, Josefine (vw) / Floder (gb); 31.3.1810 (Waldsassen) – 1.12.1893; Rentamtsoberschreibers-Witwe

Grab der Familie Rosner auf dem Alten Südfriedhof München (Dezember 2013)

#37 – 12 – 19 (n. n.)


(März 2018)

#37 – 12 – 27 (Pachmayr)


Hier ruht
Frau Therese Pachmayr
geb. Kollmann
Privatiersehegattin
gest. d. 6. April 1887 im 7¿ Lebensjahre.
Herr Max Pachmayr
Privatier
geb. zu Pfaffenhofen am 12. Oktbr. 1817
gest. am ¿. März 1896.

R. I. P.


  • Pachmayr, Max; 12.10.1817 (Pfaffenhofen) – ¿.3.1896 (München); Privatier
  • Pachmayr, Therese (vh) / Kollmann (gb); – 6.4.1887; Privatiers-Gattin

Grab der Familie Pachmayr auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 28 (Gelasio · Mühlbauer)


Hier ruht
unsere liebe gute Mutter
und Schwiegermutter
Elise Mühlbauer
Privatiere
geb. 26. April 1826 in Regen bay. W.
gest. 11. Mai 1902 zu München.
Ihr folgte deren Tochter,
meine gute, treubesorgte Frau
Maria Gelasio
Schlossermeisters-Gattin,
geb. 16. März 1854 zu Regen, gest. 16. Oktober 1913.
Sie ruhen in Frieden.
Anton Gelasio
ehem. Schlossermeister
geb. 13. Juni 1852 gest. 13. Okt. 1926.

Familiengrabstätte
Anton Gelasio.

37.12.28. Rehm.


  • Gelasio, Anton; 13.6.1852 – 13.10.1926; Ehemaliger Schlossermeister
  • Gelasio, Maria (vh); 16.3.1854 (Regen/Bayerischer Wald) – 16.10.1913; Schlossermeisters-Gattin
  • Mühlbauer, Elise (vh); 26.4.1826 (Regen/Bayerischer Wald) – 11.5.1902 (München); Privatiere

Grab der Familien Gelasio · Mühlbauer auf dem Alten Südfriedhof München (Mai 2013)

#37 – 12 – 29 (Barth · Burger · Linse)


Hier ruht in Frieden
unser heissgeliebter Gatte & Vater
Herr Ernst Barth
Privatier,
geb. 17. Mai 1838, gest. 8. Okt. 1893.

Sockel
Wiedersehn unser Trost!

J. Deiser.

Rechte Seite
Hier ruhen in Gott:
Herr Andreas Linse
Privatier
geb. 29. Nov. 1819, gest. ¿. Juli 1897.
und dessen Gattin
Frau Katharina Linse
geb. 23. Febr. 1824. gest. 19. März 1897.


  • Barth, Ernst; 17.5.1838 – 8.10.1893; Privatier
  • Burger, Josef; – April 1887 (München), 45 Jahre alt; Musiker und Kammmacher
  • Linse, Andreas; 29.11.1819 – 3.7.1897 (München); Privatier
  • Linse, Katharina (vh) / Barth (gb); 23.2.1824 – 19.3.1897; Privatiers-Gattin

Grab der Familien Barth · Burger · Linse auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 33 (Hermanseckler)


Hier ruht
mein teurer, guter Gatte
Herr Gg. Hermanseckler,
Kaminkehrer-Meister,
geb. 28. April 1831, gest. 28. April 1887.
Ihm folgte seine treue Gattin,
meine unvergeßliche Pflegemutter,
unsere teuere Schwester
Frau
Wilhelminer Hermanseckler,
geb. Molz,
geb. 7. Mai 1836, gest. 6. August 1906.

Sockel
Schlummre sanft In Sternenhöh’n
Hoffen wir auf Wiedersehn!

Schwarz.


  • Hermanseckler, Georg; 28.4.1831 – 28.4.1887; Kaminkehrermeister
  • Hermanseckler, Wlhelmine (vw) / Molz (gb); 7.5.1836 – 6.8.1906; Kaminkehrermeisters-Witwe

Grab der Familie Hermanseckler auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 12 – 34 (Gebrath · Mayr)


HIER RUHT IN GOTT
Der Gründer u. 1. Präses des
kath. Gesellenvereins i. J. 1852
Herr Msgr. GEORG MAYR
Zentralpräses der kath.
Gesellenvereine in Bayern
* 16.4.1820 † 25.12.1891
ZUM ANDENKEN AN DIE
Wohltäterin der Gesellen
MAXIMILIANA GEBRATH
geb. Freiin von Neuenstein
† 11.12.1860

M. HIERL 37.12.34


  • Gebrath, Maximiliana (vw) / Neuenstein, Freiin von (gb); – 11.12.1860 (München), 75 Jahre alt; Stadtgerichtsrats-Witwe
  • Mayr, Georg; 16.4.1820 (Scheideck bei Erding/Obb.) – 25.12.1891 (München); Katholischer Priester und Gründer des Münchner Katholischen Gesellenvereins

Grab der Familien Gebrath · Mayr auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2007)

#Georg Mayr

* 16.4.1820 (Scheideck bei Erding/Obb.)
† 25.12.1891 (München)
Katholischer Priester und Gründer des Münchner Katholischen Gesellenvereins

#Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Mayr Georg, 1820 (Scheideck bei Erding/Obb.) – 1891, katholischer Priester, päpstlicher Geheimkämmerer und Gründer des Münchner Katholischen Gesellenvereins; nach Studium der Philosophie und Theologie in Freising wurde M. 1844 Priester und war nach kurzer Verwendung in der Seelsorge und als Kanzlist im erzbischöflichen Ordinariat in München seit 1852 erster Präses des von ihm gegründeten katholischen Gesellenvereins in München, dem er, obwohl dauernd leidend, seine ganze Kraft weihte; der Freund des »deutschen Gesellenvaters« Adolf Kolping – der »Bayerische Gesellenvater« genannt – war zuletzt Zentralpräses der katholischen Gesellenvereine Bayerns; das von ihm gegründete Zentralgesellenhaus an der Schommer-(heute Adolf-Kolping-) Straße ist heute noch der Mittelpunkt der bayerischen »Kolping-Vereine«.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

#37 – 13 – 5 (Gassner · Premm)


Grab der Familien Gassner · Premm auf dem Alten Südfriedhof München (August 2012)

#37 – 13 – 6 (Büttner)


HIER RUHEN
FRAU MARG. BÜTTNER
GEB. HAASS
1826 – 1861
HERR MICH. BÜTTNER
OBERBAHNAMTS-BEZIRKSKASSIER
1823 – 1892
FRAU KATH. BÜTTNER
GEB. KÖRBER
1834 – 1892
FRÄULEIN MARIE BÜTTNER
1865 – 1917
HERR FRITZ BÜTTNER
OBERST A. D.
186¿ – 19¿

Sockel
SCHNEIDER


  • Büttner, Fritz; 186¿ – 14.11.1930 (Grafrath); Oberst a. D.
  • Büttner, Katharina (vh) / Körber (gb); 1834 – 6.3.1892 (München); Oberbahnamts-Bezirkskassiers-Witwe
  • Büttner, Margaretha (vh) / Haass (gb); 1826 – 26.1.1861 (München); Bezirksgerichtskassakontrolleurs-Gattin
  • Büttner, Marie; 1865 – (15).7.1917
  • Büttner, Michael; 1823 – 16.2.1892 (München); Oberbahnamts-Bezirkskassier a. D.

Todesanzeige für Michael Büttner

Todesanzeige für Katharina Büttner

Todesanzeige für Marie Büttner

Todesanzeige für Fritz Büttner

Grab der Familie Büttner auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 13 – 8 (n. n.)


(März 2018)

#37 – 13 – 10 (n. n.)


(März 2018)

#37 – 13 – 13 (Wolfrum)


Dieser Stein ist gewidmet
dem
hier ruhenden
Bruno Wolfrum
Hauptmann i. k. b. Ingenieurskorps
geb. 1829, gest. 1872.
und dem Andenken
seines Sohnes
Wilhelm Wolfrum
Offizier der deutschen Schutztruppe
geb. 1866, gefallen 1892 im Gefecht bei
Mochi am Kilima-Ndscharo.

Sockel-Tafel
Dem Gatten u. Sohne folgte im Tode
Therese Wolfrum
geb. Edle von K¿
geb. 183¿, gest. 19¿

R. I. P.


  • Wolfrum, Bruno; 1829 – 25.5.1872 (München); Hauptmann
  • Wolfrum, Therese (vw) / Koch, von (gb); 1839 – (2).2.1907 (München); Hauptmanns-Witwe
  • Wolfrum, Wilhelm [in memoriam]; 29.6.1866 (München) – 10.6.1892 (Ostafrika); Hauptmanns-Sohn / Offizier

Todesanzeige für Bruno Wolfrum

Todesanzeige für Wilhelm Wolfrum

Wilhelm Wolfrum. Abbildung aus: Briefe und Tagebuchblätter von Wilhelm Wolfrum. München, 1893.

Themistokles von Eckenbrecher: Der Kilimandscharo. 1916.

Themistokles von Eckenbrecher: Tropische Landschaft in Deutsch-Ostafrika mit Feuergefecht zwischen den deutschen Kolonialherren mit den Askari und der einheimischen Bevölkerung. 1896.

Grab der Familie Wolfrum auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#Wilhelm Wolfrum [in memoriam]

* 29.6.1866 (München)
† 10.6.1892 (Ostafrika)
Hauptmanns-Sohn / Offizier

#Der letzte Brief Wilhelm Wolfrums (8.6.1892)

Kilima-Ndscharo-Station, 8. Juni 1892.

Mein verehrter Freund! Endlich kann ich Dir einmal eine Nachricht von einiger Wichtigkeit geben. Morgen ziehen wir wieder in einen frisch-fromm-fröhlichen Krieg.

Die Geschichte ist so bezeichnend für die politischen Verhältnisse unter den Negern, daß ich glaube, eine ausführliche Schilderung des bisherigen Hergangs wird Dir interessant sein.

Du weißt jedenfalls, daß der mächtigste Häuptling hier am Kilima-Ndscharo, Mandara war, von dem Ehlers seiner Zeit eine Gesandtschaft mit Geschenken zum Kaiser brachte, der sie sehr gut aufnahm und dem Mandara wieder Geschenke schickte. Dieser Mandara hat sich bis zu seinem Tod als treuer Freund der Deutschen erwiesen. Ende des Jahres 1891 starb er aber und ihm folgte sein Sohn Meli, ein ganz unreifer, dummer Junge, der außerdem noch infolge von Trunksucht halb blödsinnig ist. Diesem Meli stieg seine Macht natürlich gleich zu Kopf, denn er hatte nun plötzlich über etwa 3000 Krieger zu gebieten mit wohl 1000 Gewehren.

Als anfangs April nun der größte Teil der Kompagnie mit dem Kompagnieführer Frhrn. v. Bülow und den meisten Unteroffizieren nach dem Paregebirge marschierten, um dort auf dem Berg Kunge eine Centralstation anzulegen, und ich nur mit 40 Mann hier am Kilima-Ndscharo zurückblieb, da schwoll dem Meli der Kamm übermäßig. Er ließ freche Redensarten bei anderen Stämmen gegen die Deutschen verlauten und am 26. April überfielen 40–50 seiner Leute zwei meiner Soldaten, die ich mit einem Träger zur Ablösung des Ehrenpostens zu dem deutsch-freundlichen Häuptling Sinna entsandt hatte, und erschossen einen derselben.

Freilich wollte Meli dann nichts von der Sache gewußt haben und bot Elfenbein und Ochsen an. Ich wies aber die Geschenke ab und sandte Boten zur Kompagnie um Unterstützung, da meine Mannschaft natürlich zum Kriege nicht reichte. Am 15. Mai kam Frhr. v. Bülow mit dem Hauptteile der Kompagnie hier an und nun ließen wir uns ruhig Zeit, unsere Soldaten im hiesigen Waldgefecht zu üben und die Station so zu befestigen, daß sie nun während der Abwesenheit der Truppe mit 20 Mann zu halten ist. Meli störte uns nach afrikanischer Weise in diesen Arbeiten gar nicht, obwohl er nur eine Tagereise von der Station entfernt ist. Er fuhr nur fort zu schimpfen und zu prahlen und ließ uns offiziell Krieg erklären, wobei er Frhrn. v. Bülow ankündigte, daß er ihm den Hals abschneiden wolle.

Nun sind wir fertig und haben uns mit unserm Freund Sinna verabredet, der auch so 1–2000 Krieger hat. Somit können wir morgen am 9. losziehen.

An der Boma eines benachbarten kleineren Häuptlings haben wir heute morgen noch eine Sturmübung gehalten, die prachtvoll ging. In einer Minute war die 3–4 m hohe, trockene Mauer der Befestigung von uns allen erstiegen, was den Häuptling, der sein Dorf für uneinnehmbar gehalten, einigermaßen betrübte.

Wir selbst ziehen mit 110 Soldaten los, meist Sudanesen, dazu 2 Offiziere und 5 Unteroffiziere, freilich wenig im Verhältnis, aber die Kerle sind auch dressiert, daß wir uns in jedem deutschen Manöver zeigen könnten. 1 Unteroffizier und 20 Mann bleiben auf der Station zurück.

Einem 4,7 cm Schnellfeuer-Geschütz, das wir auch mitnehmen, werde ich eine besondere Sorgfalt widmen.

Unsere Leute sind bei bestem Mut. So hoffe ich Dir denn in 5 Tagen einen schönen Sieg melden zu können.

Für heute leb' wohl!.....

Der letzte Brief Wilhelm Wolfrums vom 8. Juni 1892: Briefe und Tagebuchblätter von Wilhelm Wolfrum. München, 1893.

#Allgemeine Zeitung (28.6.1892)

Ueber Lieutenant Wolfrum, der mit Chef Bülow bei der jüngsten Affaire am Kilimandscharo den Heldentod fand, erfahren wir folgende nähere Daten: Lieutenant Wilhelm Wolfrum wurde in München am 29. Juni 1866 als der Sohn des nunmehr verstorbenen kgl. bayer. Hauptmanns Bruno Wolfrum geboren. Er genoß seine militärische Erziehung im kgl. Cadettencorps hieselbst, zu dessen besten Schülern er zählte. Im Jahre 1884 trat er als Portepeefähnrich in die bayerische Artillerie ein und fand im 1. Fußartillerie-Regiment zu Ingolstadt seiner hervorragenden Charaktereigenschaften wegen die herzlichste Aufnahme. Bald nach seiner Beförderung zum Officier faßte er den Entschluß, seinem seit frühester Jugend in ihm liegenden Drange, für deutsche Cultur in fernen Gegenden seine Thatkraft einzusetzen, dadurch Ausdruck zu geben, daß er sich für den Colonialdienst des Deutschen Reiches meldete. Nach manchen fruchtlosen Bewerbungen wurde er zu seiner großen Freude unverhofft im Frühjahre 1890 in den Reichsdienst nach Ostafrika berufen. Mit größter Begeisterung, die ihn bis zu seinem Tode nicht verließ, zog er fort, glücklich, den höchsten Wunsch seines Lebens erfüllt zu sehen. Vier Tage nach seiner Ankunft in Bagamoyo hatte er bereits Gelegenheit, unter Major v. Wissmanns Führung das Gefecht bei Mlembube (Pola Makola) mitzumachen. Von da ab war er nach Herstellung der Ruhe in Ostafrika zu meist vollständig selbständigen Stellungen in Dar-es-Salaam, Lindi und Milindani commandirt, überall mit größtem Erfolge und unermüdlicher Thatkraft organisatorisch wirkend. Eiserne Gesundheit und physische Widerstandskraft, gehoben von den mächtigen idealen Impulsen, die ihn geistig zu höchster Leistungsfähigkeit anspornten, bewahrten ihn vor jedem verderblichen Einfluß des afrikanischen Klimas. Sein Enthusiasmus für die Sache, der er diente, veranlaßte ihn sogar, auf den ihn heuer treffenden Urlaub nach Europa zu verzichten und statt dessen die Expedition nach dem Kilimandscharo zu führen, von wo aus noch wenige Tage vor dem Eintreffen der Todesnachricht ein hoffnungsfreudiger Brief bei seiner nun so schwer geprüften Mutter eintraf, der nichts Schlimmes ahnen ließ. Ueberhaupt spricht aus allen seinen Briefen vom ersten bis zum letzten unentwegt seine Begeisterung für die deutsche coloniale Bewegung und der unzerstörbare Glaube an die Zukunft der deutschen Colonien in Ostafrika. Möge Deutschland niemals seine Söhne vergessen, die, wie Lieutenant Wolfrum, freudig ihr Leben einer großen nationalen Sache opferten; möge ihr Beispiel allezeit Nachahmung finden, dann wird ihr Tod auch reiche Früchte tragen. – Möge dieser Gedanke im Schmerze um ihren einzigen Sohn der gebeugten Mutter Trost und Stärke sein!

Allgemeine Zeitung Nr. 178. München; Dienstag, den 28. Juni 1892.

#Das Bayerland (1892)

Lieutenant Wilhelm Wolfrum.
Gefallen am 10. Juni 1892.

Sekondlieutenant Wilhelm Wolfrum, welcher, wie unser Bild zeigt, in den Jahren schönster Jngendblüte stand, als er beim letzten Kampfe der deutschen Schutztruppe am Kilimandscharo fiel, war als der einzige Sohn des inzwischen verstorbenen bayerischen Genie-Hauptmanns Wolfrum am 29. Juni 1866 geboren. Die Mutter und zwei Schwestern beweinen den frühgeschiedenen Helden. Das Vorbild seines Vaters, welcher wissenschaftlich Hervorragendes leistete und das erste Werk über Militärgeographie schrieb, erweckte in ihm frühzeitig nicht nur regen Eifer für moderne Studien, sondern auch den Hang zum Soldatenstande. Lieutenant Wolfrum genoß die erste militärische Erziehung im königl. bayerischen Kadettenkorps, das er im Jahre 1884 absolvierte. Nach Erzählungen seiner Freunde faßte er dort schon ein tiefes Interesse für die koloniale Sache Deutschlands, welchem er zunächst Ausdruck verlieh in einschlägigen geographischen Studien und eifrigem Verfolgen der damaligen kolonialen Pläne. Vom Kadettencorps aus trat er am 10. August 1884 in das 1. bayerische Fußartillerie-Regiment vac. »Bothmer« als Portepee-Fähnrich ein und fand dort seiner hervorragenden Charaktereigenschaften wegen eine sehr freundliche Aufnahme. In diesem Regimente diente er bis zum Frühjahre 1890, welches ihn dann nach Ostafrika führte. Obwohl er dem Dienste bei seiner Waffe mit ganzer Liebe anhing, wandelte sich sein Eifer für die koloniale Sache Deutschlands doch mehr und mehr in den Drang, selbstthätig für dieselbe zu wirken und einzutreten.
Vom Frühjahre 1885 mit Spätwinter 1886 besuchte er die k. Kriegsschule und errang sich nach seiner Beförderung zum Sekondlieutenant am 5. Mai 1886 durch den Besuch der kgl. Artillerie- und Ingenieurschule die Ernennung zum Artillerie-Offizier am 7. Mai 1889. Bis dahin garnisonierte er zu Ingolstadt und wurde nach Schluß letztgenannter Schule nach Neu-Ulm zum 1. Bataillon seines Regiments versetzt. Mit diesem Aufenthaltswechsel, den er sich selbst wünschte, fallen seine eingehendsten Bestrebungen, in den Kolonialdienst des Reichs zu treten, zusammen. Seine jahrelangen Bemühungen, im Reichsdienst Aufnahme zu finden, waren bis dahin ziemlich erfolglos geblieben, ja als man ihn endlich für die Schutztruppe vormerkte, erhielt er die Nr. 24 in der Vormerkungsreihe, was ihn nichts weniger als hoffen lassen konnte, daß er in Bälde Erfüllung seines Herzenswunsches erleben würde. Da erging unerwartet an ihn der Ruf nach Ostafrika, was er wohl nur dem zu verdanken hatte, daß er unter den Bewerbern für Ostafrikanische Dienste als der einzige Artillerie-Offizier stand und er als Fußartillerist im militärischen Kolonialdienste besonders leicht verwendbar war.
Am 1. März 1891 verließ er seine Heimat mit einer Begeisterung und Zuversicht, welche in jedermann Freude erwecken mußte, um vier Tage nach seiner Landung in Dar es Salaam bereits am Gefechte bei Mlembule teilnehmen zu dürfen, woselbst er als Artillerist in Verwendung kam. Die Briefe, welche er in die Heimat sandte, glühen von Begeisterung für das Land und die Sache, für welche er nunmehr leben durfte. Nach diesem Gefecht hatte er sich dem Friedenswerke zu widmen und fand als Pionier der Kultur in Lindi und später in Mikindani erfolgreiche Verwendung, teils unter der Anweisung seiner Vorgesetzten, teils in selbständiger Stellung.
Im heurigen Frühjahre erwarb sich Lieutenant Wolfrum die Berechtigung zu einem längeren Urlaub in die Heimat. Er verzichtete jedoch auf diese Vergünstiguug und meldete sich zur Teilnahme an der Expedition nach dem Kilimandscharo, von welcher er nicht mehr zurückkehren sollte. Er fiel am 10. Juni morgens gegen 7 Uhr bei dem blutigen Rückzugsgefechte, welches der Chef der Kilimandscharostation, Premierlieutenant v. Bülow, welcher ebenfalls auf dem Felde der Ehre blieb, gegen die Melileute zu bestehen hatte. Lieutenant Wolfrum wurde bei Beginn des Gefechtes getötet; er hatte einen Pfeilschuß in der Stirn, einen Schuß durch das Herz und einen Schuß in den Unterleib. Es war nicht möglich, die Leiche zu bergen, da die Träger zweimal erschossen wurden.
Obwohl von zartem Körperbau, hatte sich Lieutenant Wolfrum doch durch seine militärische Jugenderziehung und sein späteres Berufsleben so zähe Gesundheit und körperliche Ausdauer erworben, daß ihm der nunmehrige 2½jährige Aufenthalt in Ostafrika in keiner Weise zum Nachteil gereichte.
Frohsinn und ungetrübte Heiterkeit sprudelten stets aus seinen Briefen, welche nicht selten von großen Zukunftsplänen und kolonialen Hoffnungen reichlichst erfüllt waren.
Seine Vorgesetzten schätzten ihn sehr, die Bevölkerung und seine Untergebenen verehrten ihn hoch wegen seines tiefen Rechtlichkeitssinnes und der Liebe, die er ihnen stets erzeigte, und es empfanden unsere fernen Reichsgenossen seinen Verlust wohl nicht minder herb als die Angehörigen seiner Familie und seines Regiments in der Heimat.
So sehr diese aber unter seinem Verlust leiden, ihnen ist trotzdem ein stolzes Gefühl mächtig in der Brust aufgestiegen, als sie seinen ruhmvollen Tod am Kilimandscharo erfuhren:
»Er hat den Seinen, er hat vor allem seinem Regimente und seinem engeren Vaterlande Ehre gemacht«.
Rosenberger.

Das Bayerland No. 48. Illustrirte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde. 3. Jahrgang 1892.

#Allgemeine Zeitung (16.8.1892)

Deutsches Reich.

Die deutschen Unterofficiere, die sich aus dem Gefecht bei Moschi retten konnten, haben bei ihrer Vernehmung ausgesagt, sie hätten während des Kampfes die englischen Missionare vor der Station stehen sehen. Es muß hierin insofern ein Irrthum vorliegen, als nur einer der beiden dort stationirten Missionare, Hr. Stegall, anwesend war, dessen Vater jetzt einen Brief seines Sohnes über das Gefecht in der »Times« veröffentlicht hat. Viel neue Aufschlüsse sind darin nicht gegeben. Bemerkenswerth ist, daß Stegall die Niederlage einmal der Ungunst des Geländes und dem Patronenmangel der ohnehin zu schwachen deutschen Truppe zuschreibt, anderseits dem Eintreffen von Verstärkungen für die schon weichenden Moschileute und dem Ausreißen der Verbündeten der Deutschen. Nach dem Gefecht besuchte der Missionar das Kampffeld und fand dort die blutüberströmte Leiche eines deutschen Officiers, mit dem er am 18. Mai in Morang gespeist hatte. Er lag auf dem Gesicht zwischen 7–8 Sudanesen, umgeben von Patronenhülsen, einem Verbandkasten und Theilen eines Geschützes. Stegall nahm aus den Taschen des Todten einen Tabakbeutel und eine Visitenkartentasche an sich, aus deren Inhalt er den Namen des Officiers, Lieutenant Wilhelm Wolfrum, feststellte. Vergeblich versuchte er später, von dem Häuptling die Erlaubniß zu erhalten, den Todten bestatten zu dürfen, von dessen Haupt er noch eine Locke schnitt. Abergläubische Vorstellungen der Wamoschi halten sie davon ab, die Gefallenen zu bestatten, so daß ihre eigenen Todten eine Beute der Raubthiere wurden. Da das Gefecht sich in bedecktem Gelände abspielte, so werden viele Todte der Wamoschi im hohen Gras und Busch unentdeckt liegen geblieben sein und die Schätzung des Missionars, es seien 30 gefallen und 40 verwundet worden, zu gering sein. Uebrigens haben sie mehr Leute bei dem Angriff aus die zurückgehende deutsche Truppe verloren als vorher. »Sie erwarteten«, schreibt Stegall, »der Rückzug werde ungeordnet geschehen, und waren erstaunt und bewundern es jetzt noch, welche Ordnung sich zeigte. Während ein Theil abmarschirte, wurde er durch den anderen gedeckt.« Stegalls Vater verwahrt sich dagegen, daß sein Sohn den Eingeborenen Waffen und Munition geliefert habe. Er mag darin Recht haben, aber Stegall war nicht der einzige Engländer in Moschi, wie in der Zuschrift an die »Times« behauptet wird. Neben ihm war dort noch Dr. Baxter beschäftigt, und dieser Mann hat, wie Premierlieutenant Frhr. v. Pechmann aussagte, seinerzeit einen Moschimann nach der Station Taveta der Brittisch-Ostafrikanischen Gesellschaft geschickt mit einem Schreiben an den Stationschef Hamilton, in dem er diesen ersuchte, den Moschileuten bei dem Einkauf der Waffen und Munition keine Schwierigkeiten zu machen. Hamilton schickte diesen Brief und den Ueberbringer gefesselt an Dr. Peters, mit dem er in freundschaftlichen Beziehungen stand. An diese Darstellung knüpft die »Köln. Ztg.« mit Recht folgende Bemerkung: »Man mag in England jetzt sagen, was man will, die Thatsache bleibt bestehen, daß gegen die strengen Vorschriften der Brüsseler Acte durch brittische Hände den Eingeborenen Waffen und Munition geliefert worden sind. Ein Ruhmestitel für Alt-England ist das nicht.«

Allgemeine Zeitung Nr. 227. München; Dienstag, den 16. August 1892.

#Allgemeine Zeitung (17.8.1892)

Deutsches Reich.

M. Berlin, 15. Aug. Aus den interessanten Berichten, die der englische Missionar Stegall als Augenzeuge des Gefechts zwischen unsrer Schutztruppe und den Moschileuten am Kilimandscharo in der »Times« veröffentlicht hat (vgl. gestriges Abendblatt), verdienen die folgenden Stellen ausführlich wiedergegeben zu werden: Von Moschi zieht sich nach Süden ein etwa zwei und eine halbe englische Meile langer Abhang hin, der am Fuß mit acht Fuß hohem Mais bestanden war, während weiter oben herauf der Boden von dichtem Gestrüpp und niedrigen Bäumen bedeckt ist, so daß gegenüberstehende Streitkräfte einander kaum sehen konnten. Der untere Theil war von den Angreifern ziemlich leicht überschritten, aber um 8 Uhr 30 Minuten schien der Kampf zu einem Stillstand gekommen zu sein. Das Gefecht fand mit größeren Pausen statt. Die ersten Zeichen eines Zusammenstoßes waren gewöhnlich einige vereinzelte Schüsse, augenscheinlich von den Wamoschi herrührend, dann folgten mehrere Salven von geschulten Soldaten. Kurz darauf ertönte wieder unregelmäßiges Gewehrfeuer und dann wurde es mehrere Minuten still. An dem Platz, wo die Angreifer zuerst aufgehalten wurden, fanden mindestens sechs solcher Zusammemlöße innerhalb zweier Stunden statt. Gegen 10 Uhr 40 machte die deutsche Truppe einen Vorstoß, drang aus dem Busch hervor und erkletterte einen steilen Abhang. Es schien, daß, als die Angreifer einen gewissen Punkt erreicht hatten, die Wamoschi den Muth verloren, denn zwei leicht verwundete Männer wurden heraufgeschickt, um den Frauen und Kindern zum Rückzug in den Busch zu rathen. Das Gewehrfeuer wurde jetzt allgemein, die Wamoschi wurden gegen elf Uhr noch durch 200 Kiroaleute verstärkt, und gegen 12 Uhr war die kleine deutsche Truppe auf allen Seiten von gedeckt stehenden Eingeborenen beschossen. Die geringe Anzahl der Angreifer wurde zum größten Theil wieder gut gemacht durch ihre bessere Bewaffnung und ihren Vorrath an Munition, während die Eingeborenen meistens mit Speeren und Pfeil und Bogen bewaffnet waren. Gegen 12 Uhr hatte sich die Tete der Deutschen ganz in den Busch zurückgezogen. Die Chagga-Jungen, welche mit dem Missionar den Vorgang beobachteten, erhoben ein Freudengeschrei, und entfernte Rufe der Eingeborenen, welche augenscheinlich verrückten, machten es wahrscheinlich, daß der Rückmarsch in der That begonnen hatte. »Zehn Minuten nachher brach ich mit einigen Burschen nach dem Schauplatz auf, um den Verwundeten zu helfen. Auf dem Wege herunter hörte ich, daß ein Europäer getödtet worden sei und eine Ansammlung von Eingeborenen zeigte uns die Stelle, wo er lag. Der Platz war buchstäblich bedeckt mit leeren Patronenhülsen. Eingeborene hatten bereits angefangen, die Todten zu plündern, und augenscheinlich nur ihre Gürtel und Patronentaschen weggenommen. Der Europäer, ein deutscher Officier, war durch den Körper geschossen, todt, und seine Kleider waren mit Blut besudelt. Ich drehte ihn herum, da er auf dem Rücken lag und erkannte in ihm einen der Beiden, mit denen ich in Morang am 18. Mai gegessen. Aus seinen Taschen zog ich einen Tabaksbeutel und ein Visitenkartentäschchen mit mehreren Karten: Wilhelm Wolfrum, Artillerie-Lieutenant, die ich an mich nahm. Einige sieben oder acht todte Nubier lagen umher, ein Lazarethkasten und Bandagen in der Nähe, leere Patronenkisten bedeckten den Boden und weiter wurde ein Theil einer Lafette gefunden. Die Eingeborenen begannen jetzt von der Verfolgung zurückzukehren, die aber immer noch fortdauerte.« Stegall ging dann nach seinem Hause zurück und schildert seine Hülfeleistung bei den zum Theil recht schwer Verwundeten. Am 11. Juni schreibt er u. a.: »Ich ging und schnitt eine Locke vom Haupte des todten Lieutenants ab, was ich gestern zu thun vergaß. Aus abergläubischen Gründen begraben die Wamoschi die in einem Kampfe Gefallenen nicht, selbst nicht ihre Leute, und die Hyänen haben bereits begonnen, die Leichen wegzuzerren, während der Himmel voll von Geiern zu sein schien. Ich hätte gerne den Deutschen beerdigt, aber konnte es nicht ohne Hülfe, da der Hügelrücken, wo er gefallen war, hartes felsiges Terrain zu sein schien. Ich ging zum Häuptling und frug ihn, ob der Weiße beerdigt würde oder lieber, ob mir Hülfe gegeben werde, ihn aus dem Land tragen zu lassen, daß ich ihn selbst beerdigen könnte. Seine Antwort war eine rohe Weigerung. Ob seine eigenen Ideen ihn dazu verleiten oder ob seine Aeltesten oder wahrscheinlicher seine jungen Genossen ihn ganz berathen, weiß ich nicht, aber Meli ist im letzten Monat sehr unfreundlich und ein großes Hinderniß für meine Arbeiten gewesen. Die Undankbarkeit, welche er für zahllose seinem Volke und ihm von der Mission seit ihrer Gründung erwiesenen Wohlthaten zeigt, ist sehr gemein. Was den Rückzug veranlaßte, kann ich nicht sagen, es scheint mir nicht unwahrscheinlich, daß Mangel an Munition daran schuld war. Aus der Kleinheit des Terrains, von dem sich während eines Gefechtsabschnittes Rauch erhob, zu schließen, denke ich, daß die angreifende Partei über die Hälfte zu klein war, wenn man die Natur des Terrains in Betracht zieht. Es ist auch wahrscheinlich, daß der Mißerfolg zum Theil dem Vertrauen auf die Wakiboscho zuzuschreiben ist, die einen Angriff westlich von Moschi begannen, aber augenscheinlich ohne Nachdruck, da sie sich zurücktreiben ließen, als sie erst zwei Leute verloren hatten. Die Wamoschi scheinen mehr Leute während des Rückzuges der Schutztruppe als während des Angriffes verloren zu haben. Sie glaubten, daß der erstere eine regellose Flucht sein würde und waren erstaunt und sind noch voll von Bewunderung über die Ordnung, daß sich immer ein Theil zurückzog, der von den Zurückbleibenden gedeckt wurde. Die Folge dieses Conflictes wird nach meiner Ansicht überall schlimm sein. Die Wamoschi sind jetzt prahlerisch und übermüthig. Sie fochten, wie sie glaubten, in einer guten Sache, und haben sicherlich keine Veranlassung zu einem Angriff auf sie gegeben. (?) Aber da ich annehme, daß sie früher oder später besiegt werden müssen, so meine ich, daß es für sie besser gewesen wäre, wenn sie jetzt eine Niederlage erlitten hätten. Ihre Häuser, Vieh und Ernten würden wahrscheinlich gelitten haben, aber der Verlust an Menschenleben würde wahrscheinlich nicht viel größer gewesen sein als jetzt. Jetzt fühle ich, daß eine Wolke zukünftiger Rache über der Stelle hängt, obwohl sie glauben, daß sie mit den Deutschen endgültig fertig sind.« Am 13. Juni schreibt er: »Die Todten sind beinahe alle verschwunden, verzehrt von wilden Thieren und Raubvögeln. Ich glaube, daß der Totalverlust der Eingeborenen nicht mehr als 30 Todte und 40 Verwundete betrug, was im Verhältniß zu dem Verbrauch der Patronen nur sehr wenig zu sein scheint. Die Eingeborenen zeigten sich nur wenig und die Speerbewaffneten nahmen an dem Kampfe nicht theil, ausgenommen, daß sie den Kriegsruf ausstießen. Der Sieg wurde durch das Schlachten von 20 Stück Rindvieh, darunter Milchkühe, am Sonnabend und heute durch ein großes Tembo-Gelage gefeiert.«

Allgemeine Zeitung Nr. 228. München; Mittwoch, den 17. August 1892.

#Allgemeine Zeitung (23.9.1892)

Deutsche Colonialgesellschaft, Abtheilung München. Samstag, den 24. September findet um 11 Uhr Vormittags in der Ludwigskirche der Trauergottesdienst für den am 10. Juni bei Moschi am Kilimandscharo in heldenmüthigem Kampfe gefallenen Lieutenant der deutsch-ostafrikanischen Schutzruppe Wilhelm Wolfrum statt. Die Mitglieder der Abtheilung München der Deutschen Colonialgesellschaft werden eingeladen, der Trauerfeier beizuwohnen. Lieutenant Wolfrum gehörte früher dem k. 1. Fuß-Artillerie-Regimente an und war Mitglied der hiesigen Abtheilung der Colonialgesellschaft.

Allgemeine Zeitung Nr. 265. München; Freitag, den 23. September 1892.

#Allgemeine Zeitung (3.5.1893)

Besprechung.

Briefe und Tagebuchblätter aus Ostafrika von Wilhelm Wolfrum, weiland Lieutenant der deutsch-ostafrikanischen Schutztruppe (gefallen am 10. Juni 1892 bei Moschi am Kilima-Nscharo). Mit einem Portrait, vier Illustrationen und einer Karte. München, G. Franz'sche Hofbuchhandlung. – Die frischen fröhlichen Briefe, die Lieutenant Wolfrum als Zeugen seines Glücks und Eifers der geliebten Mutter geschrieben, sind zu einem Vermächtniß geworden, das nun ad majorem patriae et auctoris gloriam Freundeshand der Oeffentlichkeit darbietet. Dem Interesse für ein unbefangenes, sach- und erfahrungsgemäßes Urtheil über das wichtigste deutsche Colonialgebiet gesellt sich der rein menschliche Antheil an dem tragischen Geschick des tapferen, tüchtigen Officiers, der inmitten einer verheißungsvollen Laufbahn seinem Thatendrang zum Opfer fiel. Im Februar 1890 trat Wolfrum, ein geborener Münchener und Sohn eines durch militärgeographische Schriften ausgezeichneten Genieofficiers, aus dem 1. bayerischen Fußartillerie-Regiment in den deutschen Colonialdienst über. Am 2. März in Sansibar angelangt, wo er von Wissmann und dem zufällig anwesenden Emin Pascha den günstigsten Eindruck gewinnt, rückt er sofort gegen den Aufstand im Hinterland zu Felde. Dann in Dar es Salaam, in Lindi und an dem äußersten südlichen Vorposten deutscher Colonisation, in Milindani stationirt, hier trotz seiner Jugend als Bana mkuwa, unumschränkter Oberbefehlshaber, ist er mit offenem Blick für die Bedürfnisse des Landes und die Vortheile des Reiches emsig um die Cultivirung und Pacificirung der deutschen Interessensphäre bemüht. »Der Suahelisprache kundig wie der schwärzeste Neger«, schließt er Frieden mit den wilden Wangoni zum Schutz und Trutz gegen die gefürchteten Magwangwara. Indem er seine »schwarzen Jungen« zu einer Art Pionierdienst ausbildet, sorgt er für Brücken, Wasserleitungen, Befestigungen. Immer wieder betont er die nach Süden noch zunehmende Fruchtbarkeit, die ihn zur Anlage der von der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft unbegreiflicherweise versäumten Zuckerpflanzungen anregt. Er baut mit Erfolg besonders Gemüse, das sonst von Südafrika bezogen werden muß, und Kaffee, Baumwolle und Zuckerrohr wächst gleich den meisten Tropenfrüchten wild. Auch das Vieh, eine zwar kleinere und schwächlichere Race als die unsrige, läuft ungezüchtet und ungemolken, des Nachts den Raubthieren zur Beute, umher. Während Dar es Salaam die schönste rothe Lehmerde zu Ziegeln, Lindi einen Reichthum an starkem hochstämmigen Bauholz bietet, verschreibt sich die Gesellschaft fertige Häuser um theures Geld aus Europa. Sein Stolz ist es, im kleinen zu zeigen, »was man im großen hätte leisten können, wären statt unfähiger Leute tüchtige charaktervolle Männer nach Ostafrika geschickt worden.« Ueberzeugt von der Zukunft der Colonie, deren einzige Bedingung das Zusammenwirken that- und capitalkräftiger Eisenbahnbau- und Pflanzergesellschaften ist, begeistert für »den wahren inneren Zweck jeder Colonialpolitik, die Ausbreitung und Geltendmachung des eigenen Volksthums,« kann er den Verlust der an England preisgegebenen afrikanischen Ländereien nicht verwinden. Dieser politische Schmerz stört ihm das reine Glück, das ihm aus freier ersprießlicher Thätigkeit erwachsen, »ein Glück, zu dem Faust erst den Teufel und dann noch den ganzen ersten und zweiten Theil gebraucht hat.« Was er auf Grund eigener Anschauung gegen den Vertrag vorbringt, der daheim gleichgültig am grünen Tisch verschenkt, was mit Blut und Schweiß dem fremden Erdtheil abgerungen worden, gerade »als hätte Bismarck nie existirt«, dürfte schwer zu widerlegen sein. Als echter Soldat hat er eine unwillkürliche Scheu »vor dem üppig ins Kraut schießenden Intriguantenthum«, und um etwaigen Ränken das unantastbare Ehrenschild kühn vollbrachter Thaten entgegenhalten zu können, verzichtet er nach zweijähriger Dienstzeit freiwillig auf den ihm rechtlich gebührenden Urlaub und tritt in zuversichtlicher Hoffnung hoher Verdienste die Expedition nach dem Kilima-Nscharo an – seinen Todesmarsch. Er »kann nicht anders«, und auch die Mutter fordert nicht, daß er ihrer Sehnsucht diesen ehrenvollen Posten opfern soll, denn nimmermehr hätte er »über seinem Streben als Mann seine Pflicht als Sohn vernachlässigt.« Am 12. März bricht er mit 19 Soldaten und 16 Lasten, die ihm wegen der immer und immer wieder entlaufenden Träger viel Beschwerde machen, von Tanga auf. Unterwegs entgeht ihm kein Culturkeim, keine landschaftliche Schönheit, kein strategisches Moment. Seine Abneigung gegen die geheimer reichsfeindlicher Umtriebe verdächtigen Engländer bekundet sich im Vergleich ihrer ziemlich verwahrlosten Negermissionen mit den gedeihlich aufblühenden katholisch-französischen, vielmehr elsässischen. Am 2. April erreicht er, von Compagniechef v. Bülow, seinem baldigen Schicksalsgenossen, mit herzgewinnender Höflichkeit empfangen, die ihm zugetheilte Kilima-Nscharo-Station. Sofort leitet er mit kleinen Versuchen seine weit sehenden Anpflanzungspläne ein, exercirte seine neu geworbenen Mannschaften und befestigte seine Station so gut, daß Anfang Juni die »Kerle eines deutschen Manövers würdig dressirt« waren und Hauptmann v. Bülow nicht zögerte, Alles für kriegsfähig zu erklären, als die deutscherseits völlig unverschuldeten Gehässigkeiten des mächtigen Häuptlings Mandara den Kampf unvermeidlich machten. Am 10. Juni kam es bei Moschi zum Treffen. »Gleich im Anfang fiel Lieutenant Wolfrum, einen Pfeilschuß in der Stirn, einen Schuß durch das Herz und einen Schuß durch den Unterleib.« Er sollte die Niederlage der Seinen, die vergebens gegen die Uebermacht des Feindes, die Ungunst des Terrains und die Untreue der Bundesgenossen ankämpften, nicht mehr sehen. Während Bülow zu Tode verwundet wenigstens noch dem Getümmel entrissen wurde, blieb Wolfrum »unbestattet, den Vögeln zum Mahle«, liegen auf dem Feld der Ehre, wo er mit seinem Blute dreifach seinen Muth besiegelt hatte. »Grablos, doch nicht unbeweint«, denn mit der Mutter und den Schwestern weiht Bayern, weiht ganz Deutschland ihm ein dankbar ehrendes Gedächtniß.

Alex Braun.

Allgemeine Zeitung Nr. 122. München; Mittwoch, den 3. Mai 1893.

#37 – 13 – 15 (Bek)


Hier ruht in Gott
die beste Gattin u. Mutter
Frau Marie Bek,
geb. ¿
geb. d. ¿. Juni 1836
gest. d. ¿. Aug. 1881.
und unser guter Vater
Herr Fritz Bek,
geb. d. 14. Dezember 1834,
gest. d. ¿. Juni 1902.


  • Bek, Fritz; 14.12.1834 – 1.6.1902 (München); ehemaliger Apotheker
  • Bek, Marie (vh) / Klingsohr (gb); ¿.6.1836 – 4.8.1881 (München); Apothekers-Gattin

Todesanzeige für Marie Bek

Todesanzeige für Fritz Bek

Grab der Familie Bek auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 13 – 16 (Schnetzer)


Grab der Familie Schnetzer auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 13 – 17 (n. n.)


(März 2018)

#37 – 13 – 18 (Moll)


Hier ruhen:
Frau Maria Moll,
Privatiersgattin,
geb. in Maising 19. Mai 1843,
gest. in München 7. April 1884.
Frau Katharina Moll.
Privatiersgattin.
geb. 16. Januar 1842. gest. 31. Januar 1904.
Ihnen folgte
Herr Simon Moll,
Privatier,
gest. 18. April 1917, im 73. Lebensjahre.
Anna geb. 10. Jan. 1874, gest. 7. Aug. 1874.

37.13.18. Burlein.


  • Moll, Anna; 10.1.1874 – 7.8.1874
  • Moll, Katharina (vh); 16.1.1842 – 31.1.1904; Privatiers-Gattin
  • Moll, Maria; 19.5.1843 (Maising) – 7.4.1884 (München); Privatiers-Gattin
  • Moll, Simon; – 18.4.1917; Privatier

Grab der Familie Moll auf dem Alten Südfriedhof München (Dezember 2013)

#37 – 13 – 19 (Schreyer)


Grab der Familie Schreyer auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 13 – 25* (Zech-Lobming)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Zech-Lobming, auf Neuhofen, Friedrich Graf von, Exzellenz; 4.11.1829 – 16.6.1910; Kämmerer und Generalleutnant
  • Zech-Lobming, Friedrich Graf von; 15.9.1795 – 22.6.1874 (München); Rittmeister a. D.
  • Zech-Lobming, Karoline; 30.1.1803 – 5.4.1888

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 13 – 26* (Ziegler)


Die Grabinschrift ist nicht überliefert


  • Ziegler, Anna (vh); – 1885; Bezirksgerichtsdirektors-Gattin
  • Ziegler, Anton J.; – 1885; Bezirksgerichtsdirektor a. D.

Das Grab ist nicht erhalten

#37 – 13 – 27 (Schmalix)


Grab der Familie Schmalix auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 13 – 28 (Gaßner)


Grab der Familie Gaßner auf dem Alten Südfriedhof München (März 2018)

#37 – 13 – 33·34 (Ott · Perner)


Büste
Widmungs-Tafel
DEM EDLEN FÖRDERER WAHRER HUMANITÄT
HERRN HOFRATH DR. IGNAZ PERNER
GRÜNDER DER THIERSCHUTZ-VEREINE
WIDMET DIESE BÜSTE VON ERZ
ALS ZEICHEN DANKBARER ERINNERUNG
DER VEREIN
ZUM SCHUTZE DER THIERE
IN MÜNCHEN.

Hier ruht
HERR DR. IGNAZ PERNER
k. Hofrath,
geb. in Ebersberg am 3. Juli 1796,
gest. in München am 16. Febr. 1867.
Dieses Denkmal errichten
dem geliebten Bruder und Oheim
die Hinterbliebenen

Linke Seite
Frau Katharina Ott
geborne Perner.
k. Gerichtsarztswittwe,
gestorben 14. März 1872
80 Jahre alt.

Rechte Seite
Frau Maria Perner,
Gastwirths-Wittwe von Ebersberg
gestorben den 28. Februar 1830
72 Jahre alt.


  • Ott, Katharina (vh) / Perner (gb); – 14.3.1872; Gerichtsarzts-Witwe
  • Perner, Johann Ignaz, Dr. jur. et phil.; 3.7.1796 (Ebersberg/Obb.) – 16.2.1867 (München); Jurist und Gründer des Münchner Tierschutzvereins
  • Perner, Maria (vw); – 28.2.1830 (München), 73 Jahre alt; Gastwirts-Witwe aus Ebersberg

Grab der Familien Ott · Perner auf dem Alten Südfriedhof München (Oktober 2007)

#Dr. jur. et phil. Johann Ignaz Perner

* 3.7.1796 (Ebersberg/Obb.)
† 16.2.1867 (München)
Jurist und Gründer des Münchner Tierschutzvereins

#Weber’s Volks-Kalender für 1860

Hofrath Dr. Ignaz Perner.

Der Gründer des Münchener Thierschutzvereins, Ignaz Perner, ward geboren am 3. Juli 1796 im oberbayerischen Flecken Ebersberg, 8 Stunden von München. Sein Vater, ein Wirth, der mit eiserner Strenge dem Knaben die Gewöhnung an Ordnung und Rechtssinn einpflanzte, lebte in keineswegs günstiger Lage; die Mildthätigkeit anderer war darum schon früh, namentlich aber von da ab, als Ignaz das Gymnasium zu München bezog, dem Knaben das einzige Mittel zu geistiger Ausbildung, und auf solche Weise lernte er frühzeitig die Segnungen dieser Tugend verehren. Treffliche Anlagen und bei allem jugendlichen Uebermuth der beharrlichste Fleiß führten ihm bald das juridische Doctordiplom zu, und im Jahre 1820, mit 23 Jahren, sehen wir ihn schon die Stelle eines Protokollisten bekleiden, dann nach einigen Monaten diejenige eines Rathes zu Landshut; bald darauf erfolgt seine Versetzung in die Hauptstadt. Aber Perner’s Ideal bestand nicht in der Verfolgung ehrgeiziger Pläne: so vortheilhafte Stellen ihm auch offen standen, er trat schon 1832 von der Advokatur, die er seit seinem 1827 erfolgten Austritt aus dem Staatsdienste geübt, zurück; und jetzt erst, vom Könige zum Hofrath ernannt, beginnt die Wirksamkeit desjenigen, den diese Zeilen zum Gegenstände haben.

Schon in früheren Jahren, als er noch mit Pünktlichkeit und musterhaftem Ordnungssinne seinen Pflichten nachgekommen, war an Perner oft wiederholt der Gedanke herangetreten: wie wird es möglich sein, jenen tiefgehenden Zug der Rohheit und Grausamkeit im Menschengeschlechts, der die Menschen selber zu Thieren erniedrigt, wenigstens annähernd zu tilgen. Als die Frucht dieser Betrachtungen müssen wir den von ihm gegründeten und jetzt weit über Europa hinaus verbreiteten Thierschutzverein betrachten, denn hier, in den Beziehungen des Menschen zu dem wehrlosen, dienenden Geschöpfe, fand Perner die nächste Veranlassung und den Keim zu Grausamkeit und den Ausschreitungen des Hasses, der Bosheit. Diese Ueberzeugung und die Verachtung alles äußerlich Bestechenden ließen Perner unempfindlich gegen die alsbald hundertfach auftauchenden Bespöttelungen und Schmähungen; was galt ihm das Verkennen der großen Menge, deren Grundschwächen er ja eben zu bekämpfen unternahm! Er verfolgte unermüdlich seinen Zweck, suchte wackere Geister dafür zu gewinnen, sammelte auf vielfachen Ausflügen und weitern Reisen die mannichfaltigsten Erfahrungen und fand dabei denn auch in den verschiedensten Ländern überall festliche, herzliche Aufnahme. In den höchsten und niedrigsten Kreisen bereicherte Perner im Laufe eines Vierteljahrhunderts, im Verkehr mit allen Ständen, im Privatleben wie im Geschäfte und auf den Reisen, seine Menschenkenntniß, und an mehreren Orten beeiferten sich in diesen letztem Jahren selbst die ersten Notabilitäten, dem wackern Manne ihre Anerkennung auszusprechen: so in Linz, in Hamburg, in Breslau.

Als der Münchener Thierschutzverein durch Perner im Jahre 1841 begründet ward, kam dem Unternehmer die Bekanntschaft mit Männern der verschiedensten Berufsstände trefflich zu statten; sie alle, die Freunde des Gründers und Gesinnungsgenossen von ihm, waren damit von vornherein Förderer seines Werkes; ihnen schloß sich sogleich ein Mann von Gewicht als Vorstand des Vereins an, der Staatsrath und damalige Finanzminister Graf Karl v. Seinsheim, und die Nachfolger dieses allbeliebten Mannes: der Prinz Eduard von Sachsen-Altenburg, Herzog zu Sachsen, und von dessen Tode ab der Prinz Adalbert von Bayern, der noch heute zum Segen des Vereins wirkt, waren nicht minder Bürgschaft der Erfolge.

So ist dieser Verein, trotz aller Hindernisse, durch Muth und Ausdauer seiner Begründer, zu einer Mitgliederzahl von 6000 angewachsen, darunter zahlreiche fürstliche Häupter; andere regierende, unter ihnen der jetzige Prinz-Regent.von Preußen, haben namhafte Beiträge gegeben; über 150 Zweigvereine, unzählige Private und Körperschaften wirken, über alle Theile der Erde vertheilt, für die Sache des Hauptvereins, und in allen bedeutendsten Städten sammelten sich Gesinnungsgenossen zu gleichem Zwecke. Seine Einrichtung blieb für alle das Muster, seine Schriften wurden in viele fremde Sprachen übersetzt, und in Frankreich ward von der gesetzgebenden Versammlung ein fast wörtlich aus den Schriften des Münchener Vereins entnommener Gesetzentwurf angenommen.

Bis zu diesen Zielen, – welcher Opfer bedurfte es von Seiten der Mitglieder, vor allem von Seiten des Begründers! Unwandelbare Ueberzeugung, ein eiserner Charakter, eine durch nichts zu brechende Geduld und Ausdauer, der Kampf gegen eingerostete Vorurtheile und Misbräuche, gegen Eigennutz, Kälte und Gleichgültigkeit, gegen offenen und heimlichen Widerstand waren Perner’s stete Begleiter, und eine Correspondenz durch fast ganz Europa seine Thätigkeit – er schrieb allein über 12,000 Briefe!

Heute nun, wo bereits ein großer Theil der Vereinszwecke erreicht wurde und ein endlicher vollständiger Sieg des edeln Werkes zu hoffen steht, bedarf es wol nur der Hinweisung auf jene Grundlage, das Hauptmotiv seiner Wirksamkeit, um jeden Menschenfreund für den Verein zu gewinnen. Es sind folgende Sätze:

  1. Das Menschengeschlecht kann nie glücklich werden, so lange Mitleid nicht die Grundlage der Erziehung geworden ist.
  2. Es ist unmöglich, ohne Abstellung der Grausamkeit gegen die Thiere das wahre Mitleid je zur Grundlage der Erziehung zu machen.
  3. Da das Beispiel der Erwachsenen von wesentlichem Einfluß auf die Erziehung der Jugend ist, bleibt eine wahrhaft gute Erziehung der Jugend so lange unmöglich, als nicht den Erwachsenen die unnöthige Mishandlung der Thiere untersagt wird.
  4. Diese Grundsätze können nur dann praktisch durchgeführt werden, wenn die Regierungen sie annehmen und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln durchführen.

Und dieses Letztere sei auch unser Wunsch, damit das Wirken eines Mannes auch dann schon seine bleibende Stätte finde, wenn seine Abhandlung »Ueber das Mitleid und seinen bisher viel zu wenig beachteten Einfluß auf das Glück der menschlichen Gesellschaft« in ihren Grundwahrheiten noch von manchen aus der Gesellschaft unbeachtet bleiben sollte.

Weber’s Volks-Kalender für 1860. Leipzig.

#Das Bayerland (1898)

15. Dr. Johann Ignaz Perner, Hofrat, geboren am 3. Juli 1796 als Sohn des Gastwirtes und früheren Gerichtsdieners Johann Georg Perner zu Ebersberg.

Von seinem 6. bis zum 11. Lebensjahre erhielt er Unterricht bei einem befreundeten Pfarrer in Frauenneuharting, dann besuchte er das Gymnasium zu München, wo er in jeder Klasse der Erste war und sein Absolutorium glänzend bestand. Dabei konnte er von zu Hause wenig unterstützt werden, er hatte ja noch zehn Geschwister, und mußte sich seinen Unterhalt großenteils selbst verdienen.

Mit 16 Jahren schon sehen wir ihn die Universität Landshut beziehen. Das akademische Leben sprach ihn sehr an und er genoß es in vollen Zügen. Er hatte dem Panier »weiß-blau-weiß« geschworen, denn er war Korpsbruder der Bayern. Der Fechtboden war ihm ein Lieblingsaufenthalt, und tüchtig verstand er die Waffen zu führen, weshalb er auch Consenior bei seinem Corps wurde. Manche Mensur hatte er auf seinen Bändern verzeichnet. Dabei vergaß er aber seine Studien nicht. Im Jahre 1815 löste er sogar eine Preisfrage.

Die Befreiungskriege hatten leider die erhoffte politische Freiheit nicht im Gefolge, im Gegenteile, die französische Revolution vom Jahre 1789 stand noch zu gut in der Erinnerung, man hielt die harmlosesten Vereine für staatsgefährlich und veranstaltete förmliche Jagd auf diese. Die Studentenverbindungen, in denen ja ein besonders freier Ton herrschte, erfreuten sich in dieser Beziehung auch einer ganz besonderen Fürsorge.

Wie an anderen Universitäten wurden sie ebenfalls in Landshut aufgehoben und ihre Mitglieder relegiert. Dies Schicksal traf auch Perner, er mußte Landshut verlassen, um erst ein Jahr später wieder dahin zurückkehren zu dürfen. Da studierte er dann wieder eifrigst und holte sich bald das philosophische und juristische Doktordiplom.

Er praktizierte bei einem Patrimonial-, sowie an einem kgl. Landgerichte. Die Staatsprüfung bestand er mit Note I.

Seine erste Anstellung erfolgte 1820 als Protokollist, der bald darauf die Beförderung zum Assessor und dann zum Kreis- und Stadtgerichtsrat in Landshut nachging. Als solcher wurde er nach München versetzt, verließ aber, trotz glänzender Aussichten, im Jahre 1827 den Staatsdienst.

Die freiere Thätigkeit eines Advokaten sagte ihm besser zu. Als solcher entfaltete er bald eine ungeheuere Wirksamkeit und sein Ruf als Advokat drang durch das ganze Land.

Seine Einkünfte waren derart, daß er schon nach fünf Jahren, also in einem Alter von 35 Jahren, seine Praxis als Anwalt aufgeben und sich ins Privatleben zurückziehen konnte. Gelegentlich seines Rücktrittes ehrte ihn der König durch Verleihung des Hofrattitels.

Durch nichts gebunden, konnte er sich nun ganz der Erfüllung seines Lieblingswunsches, dem Reisen, hingeben. Er durchstreifte fast ganz Europa und sah Glück und Elend in mancherlei Gestalt vorübergleiten. Er gelangte zu der Überzeugung, daß ohne wahres Mitleid kein wahres Glück denkbar sei, daß ohne dies der Mensch immer mehr verrohen müsse. Und er erkannte richtig, daß den Tieren, die ja in vielen Fällen Freunde des Menschen sind, in ausgedehntestem Maße Mitleid entgegenzubringen sei.

Im Jahre 1841 regte er zum erstenmale die Gründung eines »Vereines zum Schutze der Tiere« an, nicht ohne als Erwiderung Spott und Hohn zu ernten.

Doch er scheute weder persönliche Mühe, noch große Geldopfer und wußte einige hundert Personen zum Eintritt in den Verein zu bewegen.

Er stand mit den höchsten Kreisen in Verbindung, und als die Prinzen Eduard von Sachsen-Altenburg und Adalbert von Bayern sich der Sache annahmen, zählte der Verein bald mehrere Tausende Mitglieder mit gegen 200 Zweigvereinen, um sich nach und nach die ganze Welt zu erobern.

Perner wurde mit dem Verdienstorden vom hl. Michael ausgezeichnet.

Im Jahre 1866 stifteten die Tierschutzvereine eine »Perner-Medaille«, welche solchen Personm verliehen wird, die sich in der Tierschutzsache als besonders thätig erweisen.

Einige Jahre schon war Perner leidend und starb fast plötzlich am 16. Februar 1867, nachdem er kurz vorher noch seinen Vereinen 13000 Gulden geschenkt hatte.

Sein Sterbehaus, Gärtnerplatz Nr. 4/I, ist leider bis jetzt noch durch nichts als solches kenntlich gemacht.

Die von Bildhauer Michael Wagmüller modellierte Bronzebüste, welche das Grab (südlicher Friedhof, Sektion 37, Reihe 13, Nr. 33/34) des »edlen Förderers wahrer Humanität« schmückt, ist vom Münchener Tierschutzverein gestiftet.

Einen Abguß derselben schenkte Perners Nichte, Bertha v. Lößl, dem städtischen historischen Museum, ein weiterer gelangte auf ihre Anregung hin in einer der Nischen unter den Arkaden zur Aufstellung, zum Unterhalte des Grabes machte sie an das städtische Kinderasyl eine Schenkung von 1500 Mark.

C. Reber: Die »Ruhmeshalle« unter den Arkaden des südlichen (älteren) Friedhofes in München. Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde. 9. Jahrgang. Heft Nr. 30. München, 1898.

#Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Perner Johann Ignaz, Dr. jur. et phil., 1796 (Ebersberg/Obb.) – 1867, Advokat, Hofrat und Begründer der Tierschutzvereine; nach seinen Studien in Landshut war P. Gerichtsbeamter in Landshut, er verließ aber bald den Staatsdienst und wurde in München Advokat; seine Einkünfte waren derart ersprießlich, daß er sich schon nach fünf Jahren ins Privatleben zurückzog und daraufhin fast ganz Europa bereiste; die Erfahrungen, die er dabei auf dem Gebiet der Vernachlässigung und Quälerei der Tiere sammelte – er verhandelte deshalb mit den verschiedensten Herrscherhäusern –, veranlaßten ihn 1841 zur Gründung des »Münchner Vereins zum Schutze der Tiere«, dem bald andere derartige deutsche und ausländische Vereine folgten; 1866 stifteten diese Tierschutzvereine eine »Perner-Medaille«, die denen verliehen wird, die sich in der Tierschutzsache besonders tätig erweisen; der Münchner Tierschutzverein legt alljährlich am 4. Oktober, dem Tag des großen Tierfreundes, des hl. Franz von Assisi, einen Kranz an Perners Grab nieder.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.